asphalt festival N° 14 2026
"Raus aus dem Theater, rein in die Stadt" ist die Ursprungsidee von asphalt. Kunst ist für alle da und sie muss sich mit dem auseinandersetzen, was die Menschen, was die Gesellschaft aktuell beschäftigt. Kunst ist relevant und muss stattfinden – nicht in einem Elfenbeinturm, sondern mitten im Leben, egal ob auf kleiner Bühne, großer Bühne, drinnen oder draußen. Seit der ersten Ausgabe zeigt asphalt sein Programm deshalb nicht nur in etablierten Theater- und Konzerthäusern, sondern vor allem an besonderen Orten, die für die Dauer des Festivals temporär in Spielstätten verwandelt werden und jeweils ihren eigenen Zauber mitbringen – darunter ehemalige Industriegelände, Museen, Kirchen, Privaträume, Bürohäuser, Straßen und Plätze im öffentlichen Raum oder auch eine schwimmende Seebühne in einer Grünanlage mitten in der Stadt. Jedes Jahr darf man aufs Neue gespannt sein, wo dank asphalt überall Kunst die urbane Umgebung bereichern wird.
asphalt zeigt nicht nur nationale und internationale Gastspiele, sondern koproduziert auch neue künstlerische Arbeiten. So trägt es dazu bei, dass sich Künstler*innen vernetzen und neue Kunst entsteht. Das Festival versteht sich als Produktionsplattform, die die Entwicklung neuer künstlerischer Arbeiten anstößt und mitfinanziert. Seit 2012 entstanden annähernd 130 Koproduktionen im Bereich Theater, Musik und Tanz, die bei asphalt ihren Anfang nahmen und mittlerweile in vielen anderen Theatern, Konzerthäusern und auf Festivals gezeigt wurden. Wegweisende asphalt-Koproduktionen der letzten Jahre sind etwa »TANZ« und »Ophelia’s Got Talent« von Florentina Holzinger oder das Theaterstück »Verrückt nach Trost« mit Sebastian Blomberg, André Jung, Ursina Lardi und Devid Striesow, das Regisseur Thorsten Lensing gemeinsam mit asphalt und den Salzburger Festspielen realisiert hat.
Das asphalt Festival pflegt auch enge Kooperationen mit anderen Kulturinstitutionen und Festivals, lokal, national und international. Seit 2025 überlässt etwa das Düsseldorfer Schauspielhaus in der letzten Woche seiner Spielzeit dem asphalt Festival für die nächsten Jahre seine vier Bühnen am Gustaf-Gründgens-Platz. asphalt präsentiert in dieser Woche im Düsseldorfer Schauspielhaus herausragende nationale und internationale Koproduktionen, Gastspiele und Konzerte. Dadurch ist im D’haus in der letzten Spielzeitwoche ein internationales Programm aus dem Bereich der Performing Arts zu erleben, das ein zusätzliches Publikum ansprechen wird. Das asphalt Festival hat durch die Kooperation Planungssicherheit, große Theaterproduktionen mit mehrjähriger Vorlaufzeit einzuladen und mit optimalen technischen Voraussetzungen präsentieren zu können.
Das asphalt Festival öffnet Räume für Kunsterlebnisse und Begegnungen, für neue Diskurse und gesellschaftliche Entwicklungen. So ist es im besten Sinne ein Volksfestival der Künste in der Stadt, für das Land und für eine diverse Gesellschaft. (Quelle: asphalt festival)