Becoming Marylin
Bei kaum einer Schauspielerin trifft das Wort „Ikone“ so sehr zu wie bei Marilyn Monroe.
Selbst wer noch nie einen Film mit ihr gesehen hat, kennt ihren Namen, hat ihren unvergleichlichen Look mit platinblondem Bob und Schönheitsfleck vor Augen und sicherlich auch ein, zwei Ohrwürmer aus ihren Kinoerfolgen im Kopf.
Sie wurde und wird als Sexsymbol verehrt, ist nicht erst seit Andy Warhols berühmten Siebdruck Marilyn Diptych fest in der Popkultur verankert und inspirierte mit ihrem Style viele weitere Stars. Sicherlich trägt auch Monroes früher tragischer Tod mit gerade einmal 36 Jahren zum Legendenstatus bei.
Vor allem aber war Marilyn Monroe eine Schauspielerin mit unvergleichlicher Leinwandpräsenz, die auch neben „Schwergewichten“ wie Clark Gable oder Laurence Olivier glänzte, dabei das Publikum und – im Laufe ihrer Karriere immer mehr – die Kritik begeisterte. Auf ihrem Weg von der sexy Nebenrolle hin zum Weltstar überließ sie, am 1.6.1926 mit bürgerlichem Namen Norma Jeane Mortenson geboren, nichts dem Zufall. Ihr Schauspiel basierte auf dem „Method Acting“ und sie ließ Regisseure reihenweise verzweifeln, wenn sie ihre Schauspiellehrerinnen mit zum Set brachte. Marilyn Monroe war zudem eine geschickte Geschäftsfrau: Abgespeist mit niedrigen Gagen und unzufrieden mit ihren Rollen, handelte sie 1955 einen neuen Vertrag mit dem Filmstudio Twentieth Century-Fox aus. Das Ergebnis: eine deutlich höhere Gage, Gewinnbeteiligungen und ein Mitspracherecht bei der Auswahl von Drehbüchern und Regisseuren. Zur gleichen Zeit gründete sie gemeinsam mit dem befreundeten Fotografen Milton Greene ihre eigene Filmproduktionsfirma.
Am 1.6.2026 wäre Marilyn Monroe 100 Jahre alt geworden. Mit „Becoming Marilyn" feiert das Filmmuseum die Schauspielerin und Filmproduzentin hinter der Ikone und beleuchtet in einer Studioausstellung die Entstehung des Mythos Marilyn.
Ausgestellt werden auch Kunstwerke von James Francis Gill und eine Fotografie Marilyns von Allan Grant. In Kooperation mit Queens Kunstgalerien (Ted Bauer) und Kunstkurator und -entwickler Marcus Schäfer. (Quelle: Filmmuseum)
Ausstellungslaufzeit: Juni bis 30. September 2026