Der junge Ritter Walther von Stolzing liebt Eva, die nur den Sieger eines Meistersinger-Wettstreits heiraten darf. Da Walther die strengen Regeln nicht beherrscht, scheitert er zunächst.
Doch der Schuster und Dichter Hans Sachs, humanistischer Dreh- und Lichtpunkt der reaktionären Stadtgesellschaft, erkennt Walthers Talent für die Kunst, und versucht, in die erstarrten Regeln der Gemeinschaft hinein den Konflikt zwischen Tradition und Neuerung zu lösen. Gegen alle Widerstände und Beckmessereien gewinnt Walther schließlich den Wettbewerb durch Sachs’ Hilfe, verzichtet jedoch auf den Titel und verlässt gemeinsam mit Eva das Feld.
In seiner dritten Inszenierung für die Deutsche Oper am Rhein arbeitet Regisseur Daniel Kramer in einer opulenten Inszenierung den Gleichnis-Charakter von Richard Wagners Oper als Bild einer Gesellschaft heraus, deren Ordnung nicht nur rückwärtsgewandt, sondern ideologisch aufgeladen und gefährlich ist: Regeln werden hier zur Waffe, Tradition zur Ausgrenzung, Gemeinschaft zur Abschottung. (Quelle: Deutsche Oper am Rhein)
Empfohlen ab 16 Jahren.