Kunstkiosk #12: Esther Kinsky & Julia Fiedorczuk
Nach einer sechsmonatigen Winterpause lädt Vera Vorneweg für den 21. Mai 2026 zur nächsten Veranstaltung ihrer Lesereihe „Kunstkiosk“ ein.
Im Elona Caffee werden sich dann die Autorin Esther Kinsky sowie Julia Fiedorczuk aus Warschau einfinden, um aus ihren Werken vorzutragen. „Ich freue mich sehr, dass es mit dem Kunstkiosk weitergeht“, so Organisatorin Vera Vorneweg. Auch für dieses Jahr hat sie wieder drei Poesieabende in Düsseldorf-Oberbilk geplant. Dem Konzept bleibt sie dabei treu. Wie schon zuletzt wird es bei jeder Veranstaltung zwei poetische Beiträge mit Fokus auf das Visuelle in der Dichtung geben, zudem trägt eine:r der Dichter:innen seine/ihre Texte in der jeweiligen Muttersprache vor.
Esther Kinsky wuchs im Rheinland auf und studierte in Bonn Slawistik. Als Autorin verfasst sie sowohl Prosa als auch Lyrik. 2009 erschien ihr erster Roman „Sommerfrische“. In ihrem 2018 erschienenen Buch „Hain: Geländeroman“ beschreibt sie den Blick eines trauernden Menschen auf die Welt. Der Roman gewann den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik. Neben ihrer eigenen schriftstellerischen Arbeit übersetzt Kinsky literarische Texte aus dem Polnischen, Russischen und Englischen. „In Kinskys Werk Schiefern, aus dem die Autorin in Auszügen vortragen wird, interessiert mich vor allem die visuelle Komponente“, so Vera Vorneweg. „Der zweite Teil des Werks ist von zwei horizontalen Linien durchzogen, die interessante Fragen zur ästhetischen Komposition des Langpoems aufwerfen.“
Julia Fiedorczuk ist Schriftstellerin, Lyrikerin, Übersetzerin und Wissenschaftlerin. Sie hat Erzählbände und Romane sowie sechs Gedichtbände veröffentlicht. Im Februar 2026 erschien ihr Buch „Unter der Sonne“ erstmalig in deutscher Übersetzung im Transit Verlag. Die Werke von Julia Fiedorczuk wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Sie ist Kolumnistin der populären polnischen Wochenzeitschrift Polityka und häufig zu Gast im polnischen Rundfunk. Ihre wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich auf experimentelle Poetik und Umweltfragen. Zudem lehrt sie am Institut für Anglistik und ist Mitbegründerin eines Zentrums für Environmental Humanities an der Universität Warschau. 2018 erhielt sie den Szymborska-Preis und war außerdem für den Nike-Literaturpreis (2016) sowie – zweimal – für den Julian-Tuwim-Preis für das Lebenswerk nominiert. Im Rahmen des „Kunstkiosk“ wird Fiedorczuk einige ihrer „Ecopoetics“-Gedichte vorstellen, die erstmals und exklusiv für die Veranstaltung in Düsseldorf ins Deutsche übersetzt wurden – übrigens von Esther Kinsky. (Quelle: Kunstkiosk)