Auch in diesem Jahr bringt der Literarische Sommer/Literaire Zomer wieder Literatur an außergewöhnliche Orte auf beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze.
Von Juli bis September laden Lesungen, literarische Spaziergänge und Gespräche mit Autor*innen aus Deutschland, den Niederlanden und Flandern zu einem grenzüberschreitenden Festival ein – zwischen Metropolen und ländlichen Regionen.
Gulistan lebt mit ihrem Mann Çiya in einem Land, das sie anfeindet. Unter dem Regime Saddam Husseins werden sie als Kurden verfolgt. Als Çiya verschwindet, begibt Gulistan sich auf die Suche nach ihm. Schließlich begegnet sie Çiya bei einer Versammlung wieder – in der Uniform des Diktators, als dessen Doppelgänger. Gulistan wird verhaftet und verliert zunehmend den Verstand, doch entwickelt umso stärkere Widerstandskräfte, nicht erst, als sie von ihrer Schwangerschaft erfährt. Karosh Taha (*1987 in Kurdistan) floh als Kind mit ihrer Familie vor der Diktatur Saddam Husseins nach Deutschland. Gulistan ihr dritter Roman.
Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW e. V. (Quelle: Stadtbücherei)