Mystiker*innen haben sinnlich-spirituelle Gotteserfahrungen erlebt, die ihr ganzes Leben in aller Konsequenz geprägt haben. Es sind Menschen, die heute noch faszinieren und uns einiges zu sagen haben.
Der Gesprächsabend widmet sich mit Simone Weil einer außergewöhnlichen Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts. Die hochbegabte Philosophin, politische Aktivistin und provokante Mystikerin gilt als Grenzgängerin par excellence – eine Frau, deren Denken heute eine überraschende Renaissance erlebt.
Weil verband kompromisslose intellektuelle Schärfe mit einer tiefen spirituellen Suche. Sie arbeitete in Fabriken, engagierte sich im Spanischen Bürgerkrieg, wandte sich von politischen Ideologien ab und fand zu einer zutiefst persönlichen Christusbegegnung – ohne je einer Kirche beizutreten.
Der Abend beleuchtet zentrale Motive ihres Denkens, darunter das kontemplative Gebet als „reine Aufmerksamkeit“, die Spannung zwischen der „Schwerkraft“ der irdischen Existenz und der befreienden Kraft der Gnade, ihr leidenschaftlicher Einsatz für die Würde der Arbeitenden und die Suche nach einer Spiritualität, die zum konkreten Handeln führt. (Quelle: Maxhaus)
Mit Irmgard Poestges
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