Ich habe nichts zu sagen und ich sage es. John Cage, Silence.
Tatsächlich stammt nur das Nichts von mir, die weiße Fläche. Die Texte sind Ruinen. Überreste von Texten, die von Anderen entworfen wurden.
Aber kann aus dem Nichten ein Dichten werden? Wenn es einen Dichter ohne Sprache gäbe. Vielleicht. Aber die Texte werden nicht dichter, sondern offener. Durchlässiger.
Die luftigen Blätter von Rudolf Müller zaubern ein bisschen, mit Hölderlinhäkchen und Namenseinträgen, mit verborgener und ins Auge fallender Schrift – das gefällt mir sehr gut! (Marcel Beyer)
Rudolf Müller, geboren 1951 in Heilbronn, aufgewachsen in Biberach a. d. Riß, ging zum Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft nach Köln, wo er anschließend in der Buchhandlung Walther König arbeitete. In Düsseldorf gründete er 1989 die eigene Buchhandlung, eröffnet am Geburtstag Allen Ginsbergs und Todestag Franz Kafkas am 3. Juni. Er ist u. a. Juror beim Düsseldorfer Literaturpreis, in der Jury für den PoesieDebütPreis Düsseldorf, war viele Jahre in der Expertengruppe New Spanish Books und im Literaturbeirat der Landeshauptstadt Düsseldorf.
2007 war er in der Jury des Deutschen Buchpreises, seit 2016 ist er in der Akademie Deutscher Buchpreis.
Moderation: Lothar Schröder (Kulturredaktion RP)
Autorenlesung und Gespräch in der Reihe: Neue deutsche Literatur
Reservierung unter: [email protected] oder Tel.: 0211 200 54 294 (Quelle: Heine-Haus)