Soft Signals - Performances von Arnica Montana und Constanza Castagnet
Am 12.09. lädt Mimosa e.V. zu einem Performanceabend im Rahmen des Ausstellungsfestivals soft signals ab 19 Uhr in den Bilker Bunker mit Arnica Montana (Paris) und Constanza Castagnet (Amsterdam) ein. Die Ausstellung ist vorher normal besuchbar.
Arnica Montana ist eine Klangkünstlerin und Musikerin, die in Paris lebt und arbeitet. Ihre Musik, die zugleich zart und schrill ist, oszilliert zwischen Ambient und Noise. Sie baut ihre eigenen Synthesizer, die ihre klangliche Improvisation beeinflussen. Sie lässt sich beim Improvisieren vom Hören leiten und entwickelt ihre Stücke live, wie Geschichten ohne Worte. Ihr Ziel ist es, synthetische Klänge in einen Lebensraum zu integrieren, das Publikum zum tiefen Zuhören anzuregen und Erzählungen in die Klanglandschaft der Räume einzufügen, in denen sie arbeitet.
Constanza Castagnet ist eine in Amsterdam lebende argentinische Künstlerin, die mit Stimme und Technologie arbeitet. Mithilfe von Klang, Text, Performance und Video schafft sie experimentelle Umgebungen. Indem sie die herkömmliche Rolle von Klang und Stimme als bloße Bedeutungsträger untergräbt, beschwört Constanza rätselhafte Welten herauf, in denen nonverbale, schwer fassbare Ausdrucksformen gesellschaftliche Normen und Vorurteile in Frage stellen. Constanza hat einen Master-Abschluss in Kunst und Design vom Sandberg-Institut in Amsterdam (2021).
Zur Ausstellung:
„Ein leises Beben, zerbrechlich und zart wie das Leben selbst“ – so beschreibt Ursula K. Le Guin das Phänomen des Klangs. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich mit diesem leisen Beben sowie mit seinen Vibrationen, Resonanzen und Klangspuren auseinanderzusetzen.
Im Sinne einer Polyphonie – einer offenen Vielstimmigkeit, in der mehrere eigenständige und gleichwertige Melodiestimmen gleichzeitig erklingen – versammelt soft signals Künstler*innen, deren Arbeiten ökologische, physikalische und soziale Prozesse mithilfe von Klang untersuchen. Seismische Daten werden zu visuellen Kompositionen, Luftströme und Wärme erzeugen autonome Klangsysteme, und das Zuhören selbst wird zu einer verkörperten Form der Wahrnehmung, die sich aus Neugier und kritischer Aufmerksamkeit zusammensetzt.
Künstler*innen: Alan Affichard, Luc Avarguès, Bella Comsom, Octave Courtin, Nina Emge, Keta Gavasheli, Lilli Lake, Hugo Livet, Mélia Roger, Sandra Volny, Yonca Yildirim
soft signals ist aus der Begegnung zwischen Mimosa e.V. (Köln) und Selvatica (Paris) entstanden mit dem gemeinsamen Wunsch nach Austausch über das Medium Klang in der zeitgenössischen Kunst.
Die Ausstellung wird gefördert von der Kunststiftung NRW, dem Goethe-Institut Paris, adagp, dem PERSPEKTIVE-Fonds sowie dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds. Im Rahmen des PERSPEKTIVE-Fonds für zeitgenössische Kunst & Architektur, eine Initiative des Büros für Bildende Kunst des Institut français Deutschland. Gefördert durch das französische Kulturministerium, das Institut français de Paris und das Goethe Institut. (Quelle: Bilker Bunker gGmbH)
Ausstellungslaufzeit: 4. bis 13. September 2026.