
6 Hotspots für Altbier & rheinische Küche im Brauhaus Düsseldorf
„Wir Rheinländer sind so fröhlich, weil wir den Karneval haben.“ Thea Ungermann von der Hausbrauerei Schumacher
Brauhaus Düsseldorf, das ist ein Synonym für Altbier und rheinische Küche. Zwischen Kupferkesseln, Holzfässern und Köbessen geht es um dat leckere Dröppke und außerdem spielt im Brauhaus in Düsseldorf deftige Küche eine ebenso tragende Rolle. Das beginnt an der Schwemme, wo man am offenen Ausschankbereich ein Altbier mit Frikadelle und Düsseldorfer Senf im Stehen verputzt. Und setzt sich in den Gaststuben bei Tisch fort, wo rheinische Köstlichkeiten dominieren. Senfrostbraten, rheinischer Sauerbraten, knusprige Haxe oder Himmel & Ähd stehen für eine Küche, die ursprünglich und regional verwurzelt ist. Eine weitere Spezialität der Region ist die rheinische Frohnatur, die dafür sorgt, dass man in null-komma-nichts Anschluss findet. Zu Karneval ist das Brauhaus Düsseldorf darüber hinaus ein Garant für fröhliche Ausgelassenheit, am liebsten in Begleitung einer kulinarischen Grundlage. In diesem Sinne: Helau! Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!

Zum Schlüssel
Mitten in der Altstadt genießt man in der Hausbrauerei Zum Schlüssel Brauhausküche ohne Umwege: „Iss was gar ist. Trink was klar ist. Sag was wahr ist.“ So steht es an der historischen Außenfassade des Traditionshauses an der Bolker Straße. Der Klassiker Himmel & Ähd darf nicht fehlen und die ofenfrische Haxe ist außen kross, innen saftig, wahlweise wird sie mit Sauerkraut oder Kartoffelpüree serviert. Eine besondere Spezialität sind die Gerichte vom sogenannten Treberbullen. In Viersen werden exklusiv für das Brauhaus in Düsseldorf Rinder der Rasse Limousin gezüchtet, die mit naturbelassenem Biertreber von der Hausbrauerei Schlüssel gefüttert werden. Das Ergebnis: fein marmoriertes, aromatisches Fleisch. Auf den Teller kommt es als zart geschmorter Braten mit kräftiger Sauce, Buttermöhrchen und Kartoffelpüree, als herzhaftes Krüstchengulasch oder kalt aufgeschnittenes Roastbeef mit hausgemachtem Kartoffelsalat und Honig-Senf-Sauce. Aber auch Veganer*innen werden fündig, etwa mit einem würzigen Kichererbsen-Curry. Ab Frühjahr lohnt es, den geradezu pittoresk gelegenen Biergarten gleich gegenüber, verborgen hinter einem schmiedeeisernen Tor vor der Neanderkirche, zu besuchen.
… und was läuft Karneval?
Von Altweiber bis Rosenmontag legen DJs auf. Altweiber öffnet Zum Schlüssel um 9 Uhr. An den weiteren Tagen ist ab 10 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
An Aschermittwoch findet das traditionelle Fischessen im Brauhaus in Düsseldorf statt.
Weitere Informationen unter zumschluessel.de.

Im Füchschen
Wer Düsseldorfer Tradition erleben will, landet früher oder später Im Füchschen. Seit 1640 wird an der Ratinger Straße Bier gebraut und ausgeschenkt – damals noch ohne Hausnummern, dafür mit einem geschnitzten Fuchs als Erkennungszeichen über der Tür. Das Symbol ist geblieben. Und mit ihm ein Brauhaus in Düsseldorf, das bis heute rheinische Kultur lebendig hält. Kulinarisch ist das Füchschen ein Lehrbuch der rheinischen Küche. Die Gulaschsuppe aus dem Thekentopf ist tiefdunkel, kräftig und wärmend, perfekt zum ersten Altbier. Der rheinische Sauerbraten wird klassisch geschmort. Legendär ist die ofenfrische Schweinehaxe: außen kross, innen butterweich, serviert mit Sauerkraut oder Rotkohl. Wer teilen möchte, bestellt die Brauhaus-Platte mit Haxe, Sauerbraten, Bratwürsten, Kasseler und allem, was dazugehört. Auch die kalten Klassiker haben Gewicht: Blutwurst mit Zwiebeln und Röggelchen, rosa gebratenes Roastbeef mit Remoulade und Bratkartoffeln oder der rheinische Tapas-Teller mit Mett- und Blutwurst, Käse, Brot und Butter. Vegetarische Gerichte stehen ebenfalls auf der Karte, etwa Feldsalat mit Nüssen, Rote Bete oder pochierte Eier mit Senfsauce. Und auf Liebhaber*innen der Bierkultur wartet als süßer Abschluss ein malziges Altbier-Eis.
… und was läuft Karneval
An Altweiber öffnet das Füchschen schon um 8 Uhr morgens, am Freitag um 12 Uhr mittags und von Samstag bis Montag läuft die Zapfanlage ab 10 Uhr. Drei DJs wechseln sich ab und sorgen für den Sound. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen bei Instagram unter fuechschen_alt.

Brauerei Schumacher
Seit 1838 wird im Schumacher Altbier gebraut. Drinnen werden alle Erwartungen an ein Brauhaus in Düsseldorf erfüllt: dunkles Holz, schwere Balkendecken, dicht gestellte Tische. Köbesse ziehen mit vollen Tabletts durch die Räume, Gläser klackern und klirren, Gesprächsfetzen fliegen durch die Räume und vermischen sich mit dem Duft nach Braten und Hopfen. Die Küche fühlt sich der Regionalität verpflichtet. Das Fleisch kommt von lokalen Metzgereien, das Brot stammt von den Bäckereien Hinkel und Puppe. Für die Brotzeit gibt es von Halwe Hahn bis Flönz mit Röggelchen, Zwiebelringen und Butter Klassiker aus der Brauhausküche. Die saisonale Monatskarte bietet auch Vegetarier*innen eine Auswahl von Düsseldorfer Pillekuchen bis Käsespätzle. Ein Brett für Fleischfans ist das Traditionelle Hausbrett mit Haxe, Eisbein, Sauerkraut, Kartoffelpüree, Bratkartoffeln und Wurstspezialitäten – kredenzt wird diese Spezialität ab vier Personen. Dazu fließt das Schumacher Alt: würzig, trocken, mit klarer Bitterkeit. Ergänzt wird es vom fruchtig-prickelnden 1838er und dem legendären Latzenbier, das nur dreimal im Jahr ausgeschenkt wird und für volle Stuben sorgt.
… und was läuft Karneval?
Schumacher-Chefin Thea Ungermann erklärte uns in unserem Podcast: „Wir Rheinländer sind so fröhlich, weil wir den Karneval haben.“ Die große Sause Karneval spielt im Schumacher dementsprechend eine große Rolle. So findet beispielsweise am 31. Januar im Schumacher die Brauhausparty der Prinzengarde Blau-Weiss 2026 statt. Das Bergfest der Gerresheimer Bürgerwehr ist für den 13. Februar ab 19 Uhr geplant.
Weitere Informationen unter schumacher-alt.de.


Uerige
Das Uerige ist Brauhauskultur in ihrer konzentriertesten Form: ehrliche Küche, ein frisches Altbier und das mitten in der Altstadt. Hinter der Fassade der Hausbrauerei öffnet sich ein verwinkeltes Geflecht aus Stuben und Gasträumen, die mit ihren Bronzeköpfen, bunten Glasfenstern, Karikaturen und historischen Fotografien wie ein lebendiges Archiv der Stadt wirken. Kulinarisch bleibt das Uerige konsequent bodenständig: ofenfrische Schweinshaxe mit Sauerkraut und Kartoffelpüree, Spanferkel-Rollbraten in kräftiger Altbiersauce oder auch Wildgulasch mit Apfelrotkohl und Spätzle kommen auf den Tisch. Vegetarisches gibt es auch wie zum Beispiel Käsespätzle mit gerösteten Zwiebeln oder gratinierter Ziegenkäse mit Rucolasalat. Sobald das Wetter mitspielt, stehen Düsseldorfer*innen und Besucher*innen draußen um die Stehtische, genießen den fortlaufenden Fluss an Altbier, den die Köbesse so lange unaufgefordert bringen, bis man den Deckel auf das leere Glas legt. Und genau hier auf dem Kopfsteinpflaster vor dem Uerige, ist einer der magischen Orte, an denen das Herz der Altstadt voller Harmonie rhythmisch schlägt.
… und was läuft Karneval?
Am 14. Februar ist zwar Valentinstag, aber auch Karneval. Im Uerige regieren die Jecken. Resident-DJ & Altstadt-Legende Theo Fitsos legt auf. Motto der Karnevalsparty ist Barbie & Ken. Karten gibt es im Büro der Brauerei oder im Uerige beim Gastroleiter.
Weitere Informationen unter uerige.de.

Brauereiausschank Frankenheim
Unweit des Werhahns liegt der Brauereiausschank von Frankenheim. 1873 gründete Heinrich Frankenheim seine Privatbrauerei an dieser Adresse und bis 1992 wurde an der Wielandstraße gebraut. Mittlerweile stehen die Braukessel in Warstein, doch der ursprüngliche Geist ist in den geschichtsträchtigen Gewölben nach wie vor spürbar. Hervorzuheben ist die regionale Handschrift der Küche: Wild stammt aus eigener Jagd, Rind zum großen Teil vom Limousin-Rind aus der Eifel, aber es finden sich auch drei vegetarische Gerichte auf der Karte. Hinzukommt eine wechselnde Saisonkarte. Rinderroulade, Haxe, Himmel & Ähd und Sauerbraten bilden das kulinarische Fundament der gutbürgerlichen Küche im Frankenheim. Ein Highlight ist der großzügige Innenhof an der ehemaligen Brauhalle: Der Biergarten entfaltet mit den ersten wärmeren Tagen seinen ganzen Charme. Abseits der Altstadt ein zentraler Anlaufpunkt für Menschen, die Lust auf das ein authentisches Brauhaus-Düsseldorf-Feeling haben.
… und was läuft Karneval?
Am Donnerstag, 12. Februar, läuft im Frankenheim Die grenzenlose Altweiber-Party ab 11:11 Uhr, Tischreservierungen sind möglich. Am Samstag, 14. Februar, steigt die große Brauhaus Karnevalsparty ab 18:11 Uhr. Der Eintritt ist für beide Veranstaltungen frei.
Weitere Informationen bei Instagram unter frankenheim_brauereiausschank.


Brauhaus Alter Bahnhof
Wo früher Züge hielten, wird heutzutage im Braukessel das hauseigene Belsen-Alt gebraut und gutbürgerlich gekocht. Der Alte Bahnhof am Belsenplatz ist eine feste Größe in Oberkassel – ein Brauhaus in Düsseldorf, das Nachbarschaft und Besucher*innen gleichermaßen anzieht. Hinter der klassischen Schwemme für den schnellen Happen an der Theke öffnet sich ein großzügiger, modernisierter Gastraum mit petrolfarbenen Wänden. Der Biergarten, umsäumt von alten Bäumen, gehört zu den schönsten und gemütlichsten Plätzen des Viertels. Kulinarisch steht die gutbürgerliche Brauhausküche im Mittelpunkt. Es werden nicht nur rheinische Spezialitäten serviert wie das Altbier-Gulasch und der Rheinische Sauerbraten, sondern auch Fränkische Schäufele, Bayrischer Leberkäs und Kalbsleber Berliner Art. Veggies finden ebenfalls Gerichte wie beispielsweise vegane Königsberger Klopse. Ein Renner mit Lokalkolorit ist das Oberkasseler Schnitzel mit Schmorzwiebeln, Kochschinken und Käse überbacken. Das denkmalgeschützte Turmzimmer punktet mit seinem historischen Charme und ist perfekt für lange Abende, gutes Essen und ein frisch gezapftes Belsen-Alt.
… und was läuft Karneval?
Am 12. Februar läuft ab 11 Uhr die jährliche Weiberfastnacht-Party.
Weitere Informationen bei Instagram unter alterbahnhof.oberkassel.
Text: Karolina Landowski
Fotos: Kristina Fendesack
(Wir bemühen uns um Richtigkeit aller Angaben, können aber keine Gewähr übernehmen.)

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