
6 Songs der Toten Hosen, mit denen ihr Düsseldorf entdeckt
Heimspiel mit den Toten Hosen
Wenn die Toten Hosen zum Heimspiel nach Düsseldorf laden, ist das weit mehr als ein Konzert – es ist ein Stück Stadtgeschichte. Campino, Kuddel, Andi, Breiti und Vom sind seit über vier Jahrzehnten eng mit ihrer Heimat verbunden. Viele ihrer Songs erzählen von Düsseldorf, den Vierteln und den Menschen, die die Stadt prägen. Von den wilden Punk-Anfängen nahe der Ratinger Straße bis zur Liebeserklärung an ihre Heimat auf dem aktuellen Album: diese 6 Songs zeigen Düsseldorf aus der Perspektive der Band. Entdeckt die Schauplätze zu den Songs und startet eure persönliche musikalische Tour durch Düsseldorf.

Hofgarten (1983)
Der Soundtrack: Hofgarten aus dem Album Opel-Gang von 1983.
Die Story: Unweit der Ratinger Straße, in den frühen 1980er Jahren Treffpunkt der Punkszene, liegt der Hofgarten. Ganz im Sinne des jungen Deutschpunk provoziert der Text von Hofgarten mit seinen Lyrics.
Unser Tipp: Schnappt euch ein Getränk und genießt die Atmosphäre auf den Wiesen rund um den Ananasberg. Von dort aus sind es nur wenige Minuten bis zum Ehrenhof oder zum Kö-Bogen – ein spannender Kontrast zwischen historischem Park und moderner Architektur.
Good to know: Der Hofgarten ist Deutschlands ältester öffentlicher Volksgarten und bis heute eine der beliebtesten grünen Oasen der Stadt.

(Foto: Uwe Kraft
Modestadt Düsseldorf (1983)
Der Soundtrack: Modestadt Düsseldorf aus Opel-Gang von 1983.
Die Story: Mit viel Ironie nehmen die Toten Hosen das Schickimicki-Image ihrer Heimat aufs Korn. Schon auf ihrem Debütalbum machen sie klar: Düsseldorf ist für sie weit mehr als Luxus und Laufstege.
Unser Tipp: Entdeckt Flingern oder Unterbilk mit ihren kleinen Boutiquen, Cafés, Galerien und Street-Art. Hier zeigt sich das kreative Düsseldorf von heute.
Good to know: Düsseldorf zählt bis heute zu den wichtigen Modestädten Deutschlands – gleichzeitig gehört die unabhängige Kreativszene zu den spannendsten Seiten der Stadt.
Übrigens: Das Foto zeigt Marcus Haefs, der 20 Jahre lang Stadion-DJ der Fortuna Düsseldorf war und selbstredend immer die Toten Hosen dabei hatte.

Das Altbierlied (1986)
Der Soundtrack: Die Hosen-Version des Düsseldorfer Klassikers erschien 1986 auf Damenwahl.
Die Story: Kaum ein Lied steht so sehr für Düsseldorfs Brauhauskultur wie Das Altbierlied. Die Version der Toten Hosen gehört seit Jahrzehnten fest zum Live-Repertoire und sorgt bei Heimspielen regelmäßig für Gänsehaut.
Unser Tipp: Der Besuch einer Altbier Brauerei gehört einfach zu Düsseldorf dazu. Ob Uerige, Schumacher, Füchschen, Schlüssel oder Kürzer – ihr erlebt die Düsseldorfer Brauhauskultur hautnah. Und wenn ihr Altbier mit nach Hause nehmen wollt: Bei uns in der Tourist-Info gibt es das Sixpack Altbier United als Souvenir.
Good to know: Der Köbes bringt traditionell so lange ein neues Altbier, bis der Bierdeckel auf dem Glas liegt.



(v.l.n.r.) Das Tor zu Flingern an der Ackerstraße: Ein Mural von Klaus Klinger & Majo Brothers. Ebenfalls an der Ackerstraße: Café Hüftgold. In der Nähe des Hermannplatzes liegt das Rikiki. (Fotos: Sabrina Weniger)
Die No. 1 von Flingern (2004)
Der Soundtrack: Die No. 1 von Flingern, ursprünglich als B-Seite der Single Walkampf im Jahr 2004 veröffentlicht und später auf der Compilation Vom Rest das Beste – Die DTH Single-B-Seiten Kollektion von 2007 enthalten.
Die Story: Flingern ist mehr als nur ein Stadtviertel, hier liegen viele Wurzeln der Band. Der Song ist eine augenzwinkernde Referenz an das Viertel, in dem Campino lange lebte, und an den ganz besonderen Düsseldorfer Charme.
Unser Tipp: Schlendert durch Flingern-Nord mit seinen Vintage-Läden, Cafés, Concept Stores und kleinen Galerien. Wer das authentische Hosen-Düsseldorf erleben möchte, ist in Flingern genau richtig.
Good to know: Ganz in der Nähe liegt das Paul-Janes-Stadion – die historische Heimat von Fortuna Düsseldorf und bis heute ein besonderer Ort für Fußballfans.

Klassiker: Das Fortuna-Büdchen (Foto: Sabrina Weniger)
Tage wie diese (2012)
Der Soundtrack: Der wohl bekannteste Song der Band erschien 2012 auf Ballast der Republik.
Die Story: Mit seiner mitreißenden Energie wurde Tage wie diese längst zur Hymne.
Durch das Gedränge, der Menschenmenge
Bahnen wir uns den altbekannten Weg
Entlang der Gassen zu den Rheinterrassen
Über die Brücken, bis hin zu der Musik
Wo alles laut ist, wo alle drauf sind
Um durchzudreh’n (Textauszug)
Unser Tipp: Spaziert vom Kunstpalast über den Ehrenhof bis zu den Rheinterrassen. Besonders zum Sonnenuntergang gehört dieser Abschnitt des Rheinufers zu den schönsten Orten der Stadt. Vom Fortuna-Büdchen aus habt ihr den besten Blick auf die Brücken.
Good to know: Direkt am Ehrenhof befinden sich mit dem Kunstpalast und dem NRW-Forum zwei der bedeutendsten Kulturhäuser Düsseldorfs. Vom Kunstpalast erreicht ihr das Fortuna-Büdchen am Joseph-Beuys-Ufer in wenigen Minuten.

Legendär: Die Ratinger Straße (Foto: U. Otte)
Düsseldorf (2026)
Der Soundtrack: Die musikalische Liebeserklärung an die Heimat erschien 2026 auf dem Album Trink aus, wir müssen gehen!
Die Story: Mehr Düsseldorf geht kaum: Der Song führt vom Burgplatz über das Rheinufer bis nach Flingern und zur Königsallee. Er verbindet die bekanntesten Orte der Stadt mit persönlichen Erinnerungen und macht deutlich, wie eng die Band bis heute mit ihrer Heimat verbunden ist.
Unser Tipp: Folgt den Spuren des Songs bei einem Spaziergang. Startet auf der Königsallee, schlendert durch die Altstadt über den Burgplatz zur Ratinger Straße oder lasst den Tag auf den Rheintreppen mit Blick auf den Fluss ausklingen. Und wenn ihr schon am Rhein seid, schaut mal, ob Campino und Charly Hübner irgendwo die Angel ausgeworfen haben.
Good to know: Der Burgplatz zählt zu den beliebtesten Treffpunkten Düsseldorfs. Mit dem Schlossturm, der Rheinuferpromenade und den historischen Gassen der Altstadt trifft Historie auf Moderne. Gleich ums Eck, an der Ratinger Straße, liegt der Ratinger Hof, wo nach wie vor Konzerte stattfinden.
Weitere Informationen unter dth.de.
Text: Thorsten Schaar
Fotos: Visit Düsseldorf
Aufmacherfoto: Die Toten Hosen, Foto: Donata Wenders



