
6 Spots der Next Generation of Sushi in Düsseldorf
Sushi Fusion – Mit Trüffel, Wagyu oder Ponzu
Sushi in Düsseldorf – das gibt es längst nicht nur klassisch entlang der Immermannstraße. Jenseits von Little Tokyo zwischen Carlsplatz, Rheinturm und Flingern gibt es eine neue Generation von Sushi Restaurants zu entdecken. Lust auf ausgefallene Fusion-Kreationen und Maki mit Trüffel, Wagyu oder Ponzu-Schaum? Aber es gibt auch puristisch-präzises Sashimi mit frischem Wasabi zu einem perfekt gekühlten Glas Sake. Oder Sushi Burger im Streetfood-Style, flambierte Signature Rolls bis hin zum kunstvollen Sashimi Set. Diese sechs Spots zeigen, wie kreativ und facettenreich Sushi in Düsseldorf ist.

Purozushi
Purozushi am Carlsplatz ist kein klassisches Sushi-Restaurant, sondern eine kulinarische Entdeckung mitten im Marktgeschehen. Hinter dem kleinen Stand steht Maxime Salvatori, der das Konzept von seinem Vater Thomas Wilden, ehemals Zwei-Sterne-Koch, von Mallorca nach Düsseldorf gebracht hat. Das Ergebnis: Sushi mit mediterranem Twist: frisch, mutig, handgemacht. Es treffen Thunfisch auf marinierte Erdbeeren, Lachs auf Mango oder Kabeljau auf Papaya und Koriander. Die Rollen sind farbenfroh, kreativ und dennoch harmonisch im Geschmack – nicht überladen, sondern fein abgestimmte in den Aromen. Wer es luxuriös mag, probiert das Scallop Foie Gras-Sushi mit Jakobsmuschel und Gänseleber. Daneben gibt es köstliche Klassiker wie Spicy Tuna, Tempura Langostino oder flambierten Lachs mit Sweet Chili. Ein Hingucker ist Die Bunte Sushi-Straße, eine Reihe kleiner Kreationen, aus der man sich Stück für Stück sein eigenes Menü zusammenstellen kann. Neben Sushi serviert Purozushi auch frische Austern und Ceviche, etwa mit atlantischem Lachs oder Bacalao, würzig marinierter Kabeljau – perfekt für warme Tage. Das Ambiente passt: Ein paar Hocker, ein Tresen, Markttrubel drumherum – unkompliziert und genau richtig für eine genussvolle Pause.

Roku
Im Roku in Pempelfort trifft japanisches Sushi-Handwerk auf moderne Eleganz. Ein Highlight für Sushi in Düsseldorf. Dunkles Holz, klare Linien, gedämpftes Licht – das Setting ist zurückhaltend, das Essen umso spektakulärer. Die Köch*innen zaubern Sushi und warme japanische Gerichte auf den Tisch, die in Qualität und Präsentation überzeugen. Neben beliebten Openern wie Tuna Tataki oder Wagyu Gyoza lohnt sich der Blick auf die umfangreiche Auswahl: Die Beef Carpaccio Truffle Roll mit Black Angus, Spargel und Röstzwiebeln schmeckt raffiniert, nussig und opulent. Die Softshell Crab Roll mit Butterkrebs, Fischrogen und Salat liegt knusprig, salzig und frisch auf der Zunge. Purist*innen sei das Nigiri von Jakobsmuschel, gegrilltem Aal oder Bluefin Toro ans Herz gelegt, optional mit echtem Wasabi. Ein weiteres Highlight ist das Sushi House Set for Two: ein mehrgängiges Menü mit Edamame, Jakobsmuschel- oder Tuna-Tatar, Nigiri, Sashimi, Maki-Auswahl und Dessert – von Yuzu-Sorbet bis Schoko-Fondant mit Matcha-Eis hat man die Wahl. Das gibt es nur auf Vorbestellung und ist jeden Euro wert. Auch die klassischen Maki-Rollen schmecken: Spicy Tuna mit Chili-Schärfe, Philadelphia mit Lachs und Frischkäse oder Dragon Roll mit gegrilltem Aal und Spicy Cream. Der Service ist diskret, kenntnisreich und berät gerne – egal, ob es um die beeindruckende Weinauswahl geht oder um die passende Kombination für ein unvergessliches, kulinarisches Erlebnis.

Nagomi
Das Herz für Sushi in Düsseldorf liegt in Little Tokyo. Das Nagomi liegt etwas versteckt in einer Seitenstraße und ist ein Ort, der sich ganz der japanischen Esskultur verschrieben hat. Das Interieur ist schlicht, helles Holz und eine markante blaue Decke tauchen den Raum in eine ruhige Atmosphäre. Man ist auf das Wesentliche konzentriert. Der Reis ist locker, leicht säuerlich, der Fisch von bester Qualität. Die Speisekarte bietet eine Auswahl an traditionellen Gerichten. Besonders hervorzuheben ist die wunderschön angerichtete Sushi-Platte, die eine Vielzahl an Nigiri und Sashimi präsentiert – darunter zartes Maguro (Thunfisch), butterweiches Chutoro (mittel-fetter Thunfischbauch), süßliche Botan Ebi (Garnele) und leuchtend orangefarbenes Ikura. Jedes Stück ist sorgfältig zubereitet und überzeugt durch Frische und Geschmack. Kenner*innen wählen das in Essig eingelegte Sashimi von der Makrele oder das viereckige Oshi-Sushi. Einen Überblick über alle Meeresaromen bietet das Chirashi: eine bunte Sashimi Platte mit einer großen Auswahl an frischem Fisch auf Reis. Dazu ein heißer grüner Tee oder ein kühles Asahi für das Japan-Feeling.

Qomo
Im legendären Rheinturm, hoch über den Dächern Düsseldorfs, verbindet das Restaurant Qomo moderne japanische Küche mit europäischen Einflüssen. On top: der 360-Grad-Blick über die Stadt und den Fluss. Während sich das Restaurant auf 172 Meter Höhe langsam um die eigene Achse dreht, landen auf dem Teller moderne Sushi-Interpretationen und japanische Tapas wie Tuna Tataki mit Soja-Balsamico-Gelee und Wagyu Gyoza mit Ingwer-Ponzu. Maki-Kreationen wie die Spicy Tuna Rolls kombinieren Thunfisch, Avocado und Shiso mit angenehmer Schärfe. Die Ebi Fried Roll bringt frittierte Garnele mit Mango und Kewpie-Mayo in Verbindung – süß, knusprig, cremig. Wer es erdig mag, sollte unbedingt die Garden Roll mit schwarzer Trüffelpaste und Daikon probieren. Auch die Caterpillar Roll mit Avocado, Spargel und knusprigem Tenkasu spielt gekonnt mit Texturen. Bei den Nigiri und Sashimi reicht die Auswahl vom butterzarten O-Toro über Hamachi und Jakobsmuschel bis zu Aal und Tigergarnele. Außergewöhnlich sind auch die Drinks: Der Pink Saketini schmeckt floral und frisch, mit der leichten Bitterkeit von Bergamotte, abgerundet durch die subtile Süße der Kirschblüte. Das Ambiente ist zurückhaltend und elegant. Die Aussicht aus den bodentiefen Fenstern bleibt der eigentliche Star. Ein Erlebnis für alle Sinne. Sushi in Düsseldorf in schwindelerregender Höhe.

Shinju Sushi & Grill
Im Shinju Sushi & Grill in Unterbilk verschmilzt japanischer Minimalismus mit vietnamesischean Aromen. Die abwechslungsreiche Karte ist ein kulinarischer Streifzug durch Asien, von Oktopus Salat über chinesische Jiaozi bis zu Rinderhackspießen im Pfefferbetelblatt. Die Portionen erinnern an Tapas und sind zum Teilen gedacht. Der Fokus aber liegt eindeutig auf Sushi, allen voran: außergewöhnlich kreative Signature Rolls. Die Hot Tuna Roll überrascht mit flambiertem Thunfisch, Panko Ebi, Tobiko und scharfer Teriyaki-Note – warm, würzig und mit viel Biss. Bei der Surf & Turf Roll trifft Rinderfilet auf Tempura-Garnele und Miso-Mayo. Die Rock & Roll überzeugt mit flambiertem Label Rouge Lachs, Tuna, Avocado und Peperoni, getoppt mit Sweet Potato Chips – weich, cremig und knusprig in einem. Wer noch mehr Crunch mag, wählt die Crunchy Sake Roll mit Lachs, Avocado und Cream Cheese. Und dann wäre da noch die Shinju Pizza: frittierter Sushi-Reis mit Toppings wie Wakame, Lachs oder Cream Cheese. Auch die Sets sind spektakulär – etwa das Eat like a Boss-Set mit acht verschiedenen Roll- und Nigiri-Variationen. Das Interieur des Szeneladens mit holzvertäfelten Wänden und filigranen Bambuslampen in Fischform ist warm, dunkel, elegant – und sehr einladend. Shinju zeigt, wie spannend Sushi sein kann, wenn man sich traut, neue Wege zu rollen.

Sayomi
Der Blick hebt sich beim Betreten des Restaurants wie von selbst: Denn ein 4,30 Meter langer Drachenfisch aus Bambus schwebt an der verspiegelten Decke. Bühne frei für japanische Fusion-Küche von heute. Sake wird in kleinen Flights serviert. Yuzu-Drinks werden als Aperitif angeboten. Das Sayomi in Bilk hält eine umfangreiche Menükarte mit klassischen wie ausgefallenen Kreationen in petto. Die Umai Hotate Roll kombiniert Jakobsmuscheln mit Gurke und schwarzem Kaviar. Der Tuna Mex bringt Thunfisch, Rucola und Avocado-Cream zusammen, getoppt mit Fischroggen und japanischer Mayo. Wer es ausgefallen mag, bestellt den Crispy Sake Sushi Burger – frittierten Reis mit Lachs, Tamago, Avocado und Philadelphia.r. Neben Nigiri wie dem flambierten Ibury Maguro oder Sashimi vom Kaisergranat gibt es auch warme Snacks beispielsweise Tempura-Austern oder Edamame mit Trüffelöl. Eine süße Überraschung für den Gaumen ist die Crispy Maki Kiwi mit Frucht und Frischkäse. Sensationell: Einmal im Monat wird im Sayomi ein ganzer Bluefin Tuna vor den Augen der Gäste zerteilt – ganz wie es auf Tokyos Fischmarkt üblich ist. Bloß mitten in Bilk.
Tipp: Im März 2025 hat Sayomi ein zweites Lokal eröffnet: an der Flurstraße in Flingern.
Text: Karolina Landowski
Fotos: Kristina Fendesack
Foto Nagomi: Visit Düsseldorf/Duy Tran

Führung
Manga, Mochi & mehr
Kulinarik & Kultur, das verspricht diese Führung durch Little Tokyo. Wir zeigen dir auf der Tour feine Matcha-Taiyaki, süße Mochi und den ersten Gashapon-Store in Europa. Außerdem erhältst du Insidertipps rund um Little Tokyo.
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