
Aktuelle Ausstellungen in Düsseldorf im Überblick
Eine Auswahl aktueller Ausstellungen & Highlights in Düsseldorfer Museen und Sammlungen.

K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt
Bis 24. Januar 2027
Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen widmet Franz Marc (1880–1916), Mitbegründer des Blauen Reiter, die erste große Einzelausstellung in einem deutschen Museum seit über 20 Jahren. Im K20 vereint die Schau mehr als 120 Gemälde und Arbeiten auf Papier aus allen Schaffensphasen des bedeutenden Expressionisten. Zu sehen sind weltberühmte Tierbilder, eindrucksvolle Naturdarstellungen und seine zunehmend abstrakten Kompositionen.
Die Ausstellung zeichnet Marcs künstlerische Entwicklung zwischen 1905 und 1914 nach und zeigt, wie er auf der Suche nach Harmonie, Frieden und einem Leben im Einklang mit der Natur immer neue Ausdrucksformen fand. Ausgangspunkt ist das Werk Drei Katzen aus dem Bestand der Kunstsammlung, das exemplarisch den Übergang von der gegenständlichen Tiermalerei zur Abstraktion verdeutlicht. Eine seltene Gelegenheit, das facettenreiche Werk eines der wichtigsten Künstler der klassischen Moderne neu zu entdecken.
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Franz Marc: Fuchs (Blauschwarzer Fuchs) von 1911; Von der Heydt-Museum Wuppertal
K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen


Thomas Schütte
14. November 2026 bis 11. April 2027
Das K21 widmet dem in Düsseldorf lebenden Künstler Thomas Schütte eine große Überblicksausstellung im K21. Auf allen Ebenen des Museums entsteht ein umfassender Einblick in das Schaffen eines der bedeutendsten Bildhauer der Gegenwart. Zu sehen sind Skulpturen, Arbeiten auf Papier, Architekturmodelle sowie Werke aus Materialien wie Bronze, Stahl, Keramik und Glas. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Schüttes Architekturmodellen, die er seit den 1980er-Jahren entwickelt. Sie zeigen visionäre Entwürfe für öffentliche und private Räume und verbinden gesellschaftliche Beobachtungen mit Humor und kritischer Reflexion. Erstmals wird diese Werkgruppe in einem so umfassenden Zusammenhang präsentiert. Bereits im Eingangsbereich begegnen Besucher*innen einer seiner bekanntesten Arbeiten, den Skulpturen Vater Staat und Mutter Erde, die zentrale Fragen nach Macht, Gesellschaft und unserem Verhältnis zur Natur aufwerfen. Darüber hinaus macht die Ausstellung deutlich, wie konsequent sich Schütte in seinem Werk mit dem Thema Raum auseinandersetzt. Seine Skulpturen treten dabei stets in einen Dialog mit ihrer Umgebung und verändern die Wahrnehmung der Architektur. „Ob er ein Stück Ton anfasst oder Glas oder eine Zeichnung macht, es entsteht ein großes Kunstwerk. Er ist unfassbar kreativ. Ein Genie.“ so Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung NRW, über Thomas Schütte.
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Thomas Schütte: Blumen für Konrad (1997-98), Foto: Achim Kukulies (links)
One Man House III (2005), Foto: Wilfried Petzi (rechts)

Holly Herndon & Mat Dryhurst. Starmirror
Bis 11. Oktober 2026
Im K21 der Kunstsammlung NRW laden Holly Herndon und Mat Dryhurst mit ihrer Ausstellung Starmirror dazu ein, Kunst neu zu erleben. Das international bekannte Künstlerduo arbeitet an der Schnittstelle von Musik, Kunst und Künstlicher Intelligenz. Die beiden beschäftigen sich mit der Frage, wie Technologie unsere Welt beeinflusst – und wie sie gerechter genutzt werden kann. Für Starmirror verwandeln sie die Ausstellungsräume in eine außergewöhnliche Klanglandschaft. Dabei entsteht eine Mischung aus Aufnahmestudio, Hörraum und lebendigem Archiv. Musik und Kunst entwickeln sich im Zusammenspiel von Mensch und KI. Besucher*innen können miterleben, wie diese Zusammenarbeit funktioniert. An ausgewählten Sonntagen erwartet die Besucher*innen on top ein Highlight: Es werden öffentliche Gesangsaufnahmen angeboten. Gemeinsam mit lokalen Chören und unter Anleitung eines Vokalensembles können Gäste aktiv teilnehmen. Gesungen wird im Wechsel von Ruf und Antwort – nach einem eigens entwickelten Gesangsbuch, das auf einem mittelalterlichen Werk von Hildegard von Bingen basiert. So verbindet Starmirror historische Ideen mit moderner Technologie und macht die Zusammenarbeit von Mensch und KI direkt erfahrbar.
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Das Starmirror-Ensemble unterstützt vom Kammerchor der Humboldt-Universität zu Berlin, Oktober 2025.
(Teil der Ausstellung Holly Herndon & Mat Dryhurst – Starmirror in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2025. Foto: Frank Sperling)


Kunstpalast
Niki de Saint Phalle
Bis 7. Februar 2027
Mit einer großen Retrospektive widmet sich die Ausstellung im Kunstpalast dem vielschichtigen Werk von Niki de Saint Phalle. Im Mittelpunkt steht ihr jahrzehntelanges künstlerisches Engagement für Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und die Rolle der Frau. Dabei wird sichtbar, wie konsequent die französisch-amerikanische Künstlerin bestehende Normen und Machtstrukturen hinterfragt. Zu sehen sind zentrale Werkgruppen aus ihrem Schaffen, darunter die berühmten Schießbilder, die farbenfrohen Frauenfiguren, Filme, Happenings und Entwürfe für monumentale Skulpturen. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung ihr kreatives Netzwerk, etwa die Zusammenarbeit mit Jean Tinguely und Robert Rauschenberg, und stellt ihre Arbeiten in einen Dialog mit Künstlerinnen wie Yayoi Kusama, Dorothy Iannone und Alina Szapocznikow.
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Links:Nana rouge jambes en l‘air (um 1968); Leopold-Hoesch-Museum, Düren © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto Peter Hinschläger
Rechts: La tempérance, Modell für Jardin des tarots (1985), Foto: Herling, Herling, Werner, Sprengel Museum Hannover © Niki Charitable Art Foundation VG Bild-Kunst, Bonn


Glassammlung Kunstpalast
Mythos Murano
Die Glassammlung im Kunstpalast wurde umfassend modernisiert und stellt über 1.000 Exponate aus der rund 13.000 Objekte umfassenden Kollektion aus. Es ist eine der weltweit größten Glassammlungen und gibt Einblicke in die Geschichte der Glaskunst von der Antike über das Mittelalter bis hin zu zeitgenössischen Glasobjekten. In einem eigens geschaffenen Ausstellungsbereich werden außerdem jährlich wechselnde Themenausstellungen gezeigt. Den Anfang macht Mythos Murano: Seit 700 Jahren ist die kleine Laguneninsel Murano bei Venedig der Inbegriff großartiger Glaskunst. Die letzte große Blütezeit war von 1920 bis 1970, wovon der Mythos Murano heute noch zehrt. Der Kunstpalast besitzt aus diesem Zeitraum eine umfangreiche Sammlung, aus der 135 herausragende Arbeiten präsentiert werden.
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Luciano Gaspari, Vase aus der „Marine“-Serie, Murano, circa 1965–1980.
Alessandro Pianon, Orangefarbenes Küken (pulcino), Murano, ca. 1960–1962 (Entwurf).

NRW-Forum
Asia Pop
Bis Mai 2027
Mit Asia Pop zeigt das NRW-Forum Düsseldorf eine umfassende Ausstellung über den Einfluss ostasiatischer Popkultur auf den globalen Mainstream. Auf rund 1.200 Quadratmetern und mit etwa 400 Exponaten entsteht ein vielschichtiges Panorama, das von ikonischen Kawaii-Figuren über Anime und Games bis hin zu K-Pop und Film reicht. Im Fokus stehen China, Hongkong, Japan, Südkorea und Taiwan – Regionen, die Popkultur gezielt als kulturelle und wirtschaftliche Soft Power einsetzen. Die Ausstellung beleuchtet diese Strategien und fragt nach Themen wie Identität, Authentizität und kultureller Aneignung. Thematisch gegliedert in Bereiche wie Mode, Musik, Film und Gaming macht die Ausstellung Asia Pop die Vielfalt dieser Kulturströmungen erlebbar. Interaktive Elemente wie Selfie-Stationen, Spielautomaten und Dance-Formate laden dazu ein, selbst Teil der Popwelt zu werden und eigene Perspektiven einzubringen.
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Cao Fei: Videostill von My future is not a Dream (2006) / Courtesy of the artist & Creative Vitamine Space Guangzhou

KIT – Kunst im Tunnel
Echt Jetzt. Deutscher Jugendfotopreis
Bis 15. November 2026
Mit Echt Jetzt zeigt das KIT eine Ausstellung, die die Lebenswelten junger Menschen in den Mittelpunkt stellt. In 40 ausgezeichneten Arbeiten entstehen persönliche Einblicke in Themen wie Freundschaft, Familie, Zusammenhalt, Selbstfindung und Zukunftsfragen. Dabei werden sowohl Hoffnungen und Mut als auch Einsamkeit und Unsicherheiten sichtbar.
Die präsentierten Werke überzeugen durch eine große gestalterische Vielfalt: Von analogen Fotografien über Cyanotypien und Collagen bis hin zu experimentellen Verfahren loten die Künstler*innen die Möglichkeiten des Mediums Fotografie aus. Die Ausstellung lädt dazu ein, aktuelle gesellschaftliche Fragen aus jungen Perspektiven zu betrachten und darüber ins Gespräch zu kommen.
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Foto: Visit Düsseldorf

Kunsthalle
Gregor Schneider. Haus u r 2026
Bis 17. Januar 2027
Mit Haus u r 2026 widmet die Kunsthalle Düsseldorf dem international renommierten Künstler Gregor Schneider eine große Ausstellung. Im Mittelpunkt steht sein seit den 1980er-Jahren fortlaufend entwickelter Werkkomplex Haus u r, der zu den prägenden Rauminstallationen der Gegenwartskunst zählt. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Projekts werden gebaute Räume, Skulpturen, Fotografien, Filme und Live-Stream-Projektionen zusammengeführt. Ausgehend von Alltagsräumen wie Wohn-, Keller- oder Badezimmern erschafft Schneider irritierende Situationen, in denen Vertrautes plötzlich fremd wirkt. Durch Umbauten, Doppelungen und räumliche Verschiebungen entstehen Werke, die Fragen nach Realität, Erinnerung und Wahrnehmung aufwerfen. Die Ausstellung lädt dazu ein, in dieses vielschichtige Universum einzutauchen und einen Künstler kennenzulernen, dessen Arbeit eng mit der Region verbunden ist und international große Beachtung findet.
Spätestens seit Schneider im Jahr 2001 für Totes Haus u r im Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, ist das Haus u r international bekannt. Seither wurden Räume aus diesem fortlaufenden Werk in zahlreichen bedeutenden Museen weltweit gezeigt.
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Foto: Gregor Schneider, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Sammlung Philara
House of Balagan
Bis 14. Februar 2027
Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens präsentiert die Sammlung Philara mit House of Balagan eine umfangreiche Schau aus dem eigenen Bestand. Über 100 Werke von mehr als 80 Künstler*innen bespielen die Halle und Kabinette und geben einen pointierten Einblick in die rund 2.000 Arbeiten umfassende Sammlung Gil Bronners. Ergänzt wird sie durch Positionen aus den Sammlungen seiner Eltern sowie seiner Kinder Philip und Lara, nach denen das Haus benannt ist. Im Fokus steht die Vielfalt der künstlerischen Ansätze: Großformatige Installationen von Melissa Gordon und Tarik Kiswanson treffen auf intime Zeichnungen von Rosa Loy und Corinne von Lebusa. Historische und persönliche Bezüge werden ebenso sichtbar – etwa mit Miguel Ángel Campanos Gemälde Der Seher (1990), Bronners erstem Ankauf. Thematische Schwerpunkte reichen von Körperlichkeit und Weiblichkeitsentwürfen über Fragen von Domestizität bis hin zu gesellschaftspolitischen Perspektiven. Arbeiten von George Grosz, Hanne Darboven oder Sarah Morris reflektieren Geschichte, Zeit und urbane Räume. Ergänzt wird die Ausstellung durch private fotografische Einblicke sowie eine Präsentation ausgewählter Werke von Marcel Dzama.
Die Ausstellung wird kuratiert von Hannah Niemeier, die wir anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Sammlung Philara trafen.
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Foto: Paul Schöpfer

Julia Stoschek Foundation
Wiedereröffnung in 2027
Seit 2007 zeigt die Julia Stoschek Foundation Arbeiten auf über 3.000 Quadratmetern des denkmalgeschützten Industriegebäudes. Zeit für einen Umbau.
„Ich freue ich mich sehr über die erneute Zusammenarbeit mit Kuehn Malvezzi. Mit ihrem tiefen Verständnis für die besonderen Bedürfnisse zeitbasierter Medienkunst und dem
einzigartigen Gebäude konnte ein herausragendes Konzept entwickelt werden“, so Julia Stoschek.
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JSC Düsseldorf, Erdgeschoss. Foto: Şirin Şimşek

Langen Foundation
Adam Pendleton. Can I Be?
Bis 20. September
In der Langen Foundation ist die Einzelausstellung Can I Be? des US-amerikanischen Künstlers Adam Pendleton zu sehen. Als zentrale Figur der zeitgenössischen amerikanischen Kunst ist Pendleton weithin bekannt für seine Gemälde, die die Grenzen der Abstraktion neu definiert haben. Indem er traditionell getrennte Ideen und Prozesse bewusst miteinander in Beziehung setzt, eröffnet sein Werk neue Räume des Sehens und Denkens. Im Jahr 2008 definierte Pendleton seine Arbeitsweise als Black Dada, eine kritische Auseinandersetzung, mit der er das Verhältnis von Blackness, Abstraktion und der historischen Avantgarde untersucht. Diese ortsspezifische Ausstellung bringt Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Videoarbeiten in einen Dialog mit der einzigartigen Architektur von Tadao Ando. Im Wechselspiel von Medien und Räumen entfaltet die Ausstellung eine Reflexion über die anhaltende Kraft der Abstraktion angesichts der Komplexität des 21. Jahrhunderts.
Das Museum bleibt im Anschluss bis 10. Oktober 2026 für den Aufbau der Ausstellung Unter Einem Himmel — 400 Jahre Gottheiten, Menschen und Tiere in der japanischen Kunst geschlossen.

Museum Insel Hombroich
Was Jetzt Ist
30 Jahre Raketenstation Hombroich
Bis 7. März 2027
Zum Jubiläum der Stiftung gewährt die Raketenstation Hombroich besondere Einblicke in das künstlerische Schaffen vor Ort. Seit den 1990er-Jahren hat sich das ehemalige Militärgelände zu einem lebendigen Ort für Kunst, Architektur, Literatur und Musik entwickelt. Die Ausstellung versammelt Arbeiten der dort lebenden und arbeitenden Künstler*innen und ergänzt diese durch Beiträge eingeladener Gäste. So wird der kreative Austausch sichtbar, der die Raketenstation bis heute prägt und zu einem einzigartigen Kulturort macht.
Zwischen 1968 und 1985 war die Raketenstation von belgischen und amerikanischen Streitkräften genutzt – ein abgeschotteter, streng bewachter Ort. Gerade diese karge, funktionale Ästhetik faszinierte den Sammler und Mäzen Müller: Er verstand sie als bewusstes Gegenstück zur organisch gewachsenen Insel Hombroich und wollte ihre „nüchterne, kalte Form“ bewahren. Bereits 1984 bemühte er sich um den Erwerb des Geländes, das er schließlich weiterentwickelte. Ab 1994 entstanden konkrete Pläne für ein „Kulturlabor“ – einen Ort, an dem Kunst im Spannungsfeld von Bestand, Transformation und neuen Perspektiven gedeihen kann.
Tipp: Alle Düsseldorfer Museen und Sammlungen mit ihren Ausstellungen, Terminen und weiteren Informationen findet ihr hier.
Aufmacherfoto: Kunstpalast, Niki de Saint Phalle:
Per Olof Ultvedt, Robert Rauschenberg, Martial Raysse, Daniel Spoerri, Jean Tinguely, Niki de Saint Phalle (v.r.n.l) 1962, Foto: Christer Strömholm
(Wir bemühen uns um Richtigkeit aller Termine, können aber keine Gewähr übernehmen. Wir behalten uns vor Texte teilweise mit KI zu generieren.)
