Ein Hochbunker, ein Überbleibsel des Zweiten Weltkrieges, stand lange ohne Nutzung schräg gegenüber der Arbeitersiedlung “Neustadt”. Beides gehörte zur Gerresheimer Glashütte. Der Bunker wurde in den Jahren 1942/43 durch französische Kriegsgefangene errichtet. Zweitausend Personen passten in die Räume, die Schutz vor Bomben und Artilleriebeschuss boten.
Ein Abriss wäre zu teuer gewesen. Für eine Nachnutzung gab es über Jahrzehnte keine schlauen Ideen. Nun wurde der Gerresheimer Hochbunker vom Architekten David Wodtke, unter anderem mit ökologischen Baumaterialien wie Mineral- oder Holzwolle, zu einem modernen Co-Working-Space mit Wohnungen sowie einer Jugendwohngruppe und einer Kindertagespflege im Erdgeschoss umgebaut. Dank Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Blockheizkraftwerk können circa 95 Prozent des Strombedarfs, auch für Elektromobilität, unabhängig vom Energieversorger gedeckt werden. Mit 24 neuen Wohnungen und vergleichsweise günstigen Mieten wurde damit neuer Wohnraum in Düsseldorf geschaffen.