Kulturquartier
Hofgarten
Was den New Yorker*innen der Central Park oder den Pariser*innen der Jardin du Luxembourg, ist den Düsseldorfer*innen der Hofgarten: ihr grünes Ein und Alles. Und vor allem: viel mehr als nur ein prachtvoller Park im englischen Stil. Er gleicht einem Kaleidoskop aus Kunst, Natur, Geschichte und lebendigem Stadtleben. Man begegnet sich hier – und trifft dabei auf zahlreiche Denkmäler, Skulpturen und architektonische Highlights. In und rund um die vielen Museen lassen sich kultureller und kulinarischer Genuss mühelos miteinander verbinden.
Museen
Kultur- trifft Lokalgeschichte
Die Orte, an denen heute der Kunstpalast, das NRW-Forum, die Tonhalle, das Theatermuseum Hofgartenhaus, das Goethe-Museum/Schloss Jägerhof oder der Künstlerverein Malkasten beheimatet sind, sind eng mit der Kultur- und Stadtgeschichte Düsseldorfs verbunden. Dazu zählen das spätbarocke Schloss Jägerhof, die rosafarbene Villa Pempelfort der legendären Jacobi-Brüder, das Hofgärtnerhaus des Gartenbaugenies Maximilian Friedrich Weyhe, ein Konzertsaal, der einst ein Planetarium war, und das ehemalige Messegelände am Ehrenhof.
Restaurants und Bars
Die Kunst (zu) genießen
Die Restaurants und Bars im Kulturquartier Hofgarten bieten mehr als kulinarische Genüsse – sie verbinden gastronomische Qualität mit künstlerischem Kontext, eindrucksvoller Szenerie und lebendigem Stadtleben. Ob im original erhaltenen Avantgarde-Club mit Werken von Günther Uecker und Gerhard Richter, auf herrlichen Parkterrassen, bei einem ehrlichen Alt mit erhabenem Blick auf den Rhein oder bei einem der zahlreichen Musikevents und Kulturfeste: Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Architektur und Orte
Das Wohnzimmer der Stadt
Im Herzen des Kulturquartiers liegt ein besonderer architektonischer Dreiklang, der das Stadtbild Düsseldorfs nachhaltig prägt: Schauspielhaus, Dreischeibenhaus und Kö-Bogen. Gemeinsam mit den sie umgebenden und verbindenden Räumen stehen sie exemplarisch für den Mut der Stadt, historische Elemente, zeitgenössische Architektur und Natur harmonisch miteinander zu verbinden. Dazwischen fließen von der Düssel gespeiste Wasserläufe fast nahtlos von den Kulturtempeln des Hofgartens zu den Konsumtempeln der Königsallee.
Wissenswertes
Hofgarten-Insights
Obwohl es bei nur zwei Besuchen Goethes in Düsseldorf blieb (1774 und 1792), zählt das hiesige Museum mit über 35.000 Exponaten, Erstausgaben und Briefen des Dichters zu den drei größten Goethe-Sammlungen weltweit.
Im Hofgarten: Kurfürst Carl Theodor öffnete den ehemals fürstlichen Park für das Bürgertum und schuf damit die erste öffentliche Gartenanlage Deutschlands. Damit war es erstmals nicht mehr nur dem Adel vorbehalten, zu flanieren und sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Während der napoleonischen Besatzung wurden durch das sogenannte décret beauté die Flächen der geschleiften Stadtbefestigung in Parkanlagen umgewandelt. Im Jahr 1804 gestaltete Maximilian Friedrich Weyhe – der damalige Superstar der Landschaftsgestaltung – einen grünen Ring, der bis heute die Innenstadt in einem sanften Bogen von Nord nach Süd durchzieht.
Seit 1960 prägt das Dreischeibenhaus mit seiner eleganten Form und 94 Metern Höhe die Skyline Düsseldorfs. Der markante Bau hatte sogar einen Auftritt in dem Hollywood-Film Cloud Atlas mit Tom Hanks – allerdings versetzte Regisseur Tom Tykwer das Gebäude kurzerhand ins San Francisco der 1970er-Jahre.