81 Jahre alt wäre Harry Rowohlt am 27. März geworden. - Alexander Solloch hat der großen Persönlichkeit des deutschen Literaturbetriebs, in dessen Werk immer wieder auch Heine-Bezüge auftauchen, eine beeindruckende Biografie gewidmet.
„Er wird werden, was er ist“, stand in seinem Abschlusszeugnis. Und es stimmte! Harry Rowohlt wurde all das, was er schon immer war und sein wollte: ein irre komischer Sprachartist und ein virtuoser Meister der Abschweifung, ein genialer Übersetzer von Unübersetzbarem und Vorleser mit den tausend Stimmen. Kurz vor seinem Tod sagte er: „Ich hatte ein glückliches Leben!“ Tatsächlich aber verlief dieses Leben ganz anders als vorgesehen, weil er nicht werden wollte, was er werden sollte – Nachfolger des Vaters als Verleger.
Die Biografie beruht auf unzähligen Gesprächen sowie auf einer gründlichen Auswertung seines gewaltigen Nachlasses und fördert manche Überraschung zutage: Denn Harry Rowohlt hat zwar gern und viel von sich erzählt – aber nicht unbedingt zuverlässig.
Das wird im Buch von Alexander Solloch, Literaturredakteur beim NDR, nachgeholt.
Moderation: Jan von Holtum M.A., Stellvertretender Direktor des Heine-Instituts und des Schumann-Haus (Quelle: Heinrich-Heine-Institut)