Alwin Lay: BIC Maxi Short
In BIC Maxi Short zeigt Alwin Lay den verkleinerten Körper eines BIC-Feuerzeugs, das sein Inneres langsam freigibt und sich dabei in einer Form von Hyper-Funktionalität entlädt.
Das Video folgt Lays Interesse am spekulativen Realismus: Statt den Menschen über das Objekt zu stellen, löst es die Hierarchie zwischen beiden auf. In der Abwesenheit jeglicher menschlicher Präsenz wird das Objekt selbst zur handelnden Figur, in der Momente von Verwirrung, Stillstand und Manipulation zentral werden.
Das Video entstand für Daata und erscheint dort.
Alwin Lay arbeitet mit und über die Medien Fotografie, Video, Installation und Skulptur. Ausgangspunkt seiner Arbeiten ist das Objekt als Projektionsfläche für Wünsche und Erwartungen, in deren Übertrag sich gezielt gesetzte Fehler, Modifikationen und surreale Leerstellen einschreiben. Mit großer Präzision choreografiert Lay alltägliche Gegenstände in räumlichen Situationen, die zwischen Irritation, Humor und Scheitern changieren und zugleich Fragen nach Wahrnehmung, Zuschreibung und den Versprechen des fotografischen Bildes verhandeln.
Die Arbeiten von Alwin Lay (*1984, Rumänien) waren in zahlreichen Ausstellungen in Galerien und Museen zu sehen, darunter Einzelausstellungen im Museum für Photographie Braunschweig und im Neuen Aachener Kunstverein. Gruppenausstellungen u. a. im Kunstmuseum Bonn, im MUMOK Wien, in der Bundeskunsthalle Bonn sowie in verschiedenen Kunstvereinen. 2016 war Lay Artist in Residence an der Villa Aurora in Los Angeles; 2020 erhielt er das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds. Seine Arbeiten werden von der Christine König Galerie in Wien vertreten. (Quelle: Künstlerverein Malkasten)
Ausstellungslaufzeit: 27. Januar bis 3. März 2026.