Die Schriftstellerin Anna Seghers (1900–1983) ist eine begeisterte Leserin der Werke Heinrich Heines und sie beruft sich auf seine kosmopolitischen und humanistischen Ideale.
Während der NS-Zeit flieht die jüdische Autorin über mehrere Stationen nach Mexiko. Hier gründet sie den antifaschistischen Heinrich-Heine-Klub als deutschsprachige Literatur- und Kulturvereinigung und wird dessen Präsidentin. Als sich der Klub 1946 auflöst, hält Anna Seghers eine berühmt gewordene Rede, die in einer Abschiedsbroschüre abgedruckt wird.
Ein Originalexemplar dieser seltenen Broschüre, die außerdem die Unterschriften der wichtigsten Heine-Klub-Mitglieder enthält, ist ein wichtiger Neuzugang im Archiv des Heine-Instituts. Im Rahmen des Abends wird diese Broschüre ausgestellt, begleitet von einer Lesung: Die Schauspielerin Claudia Hübbecker trägt Passagen aus Anna Seghers’ „Das siebte Kreuz“ und ihre Rede „Heines Geist in Mexiko“ vor.
Einführung und Moderation: Dr. Sabine Brenner-Wilczek, Direktorin des Heine-Instituts und des Schumann-Hauses. (Quelle: Heinrich-Heine-Institut)