asphalt Festival 2026: Darum - Auflösung. Ein virtueller Kontrollverlust
Plötzlich stimmt etwas nicht mehr. Wo eben noch ein Gang war, ist jetzt eine Wand, und wo die Erinnerung gerade noch Türen in vergangene Zeiten öffnete, gähnt bodenlose Leere.
Ohne Wegweiser findet man nicht mehr heraus aus diesem zerfallenden Gebäude. Doch was, wenn die helfende Hand plötzlich nicht mehr da ist, um einen durchs Dunkel zu führen? »Auflösung« ist die zweite Virtual-Reality-Produktion der Video- und Performance Artists Victoria Halper und Kai Krösche (DARUM), deren VR-Performance »[EOL]. End of Life« zum Berliner Theatertreffen eingeladen war, den Nestroy-Preis gewann und auf vielen Festivals ausgezeichnet wurde. »Auflösung« schickt das Publikum in eine sich ständig verändernde, auflösende Architektur. Vor dem Hintergrund des wachsenden Pflegenotstands beleuchtet »Auflösung«, was es für unsere Gesellschaft und die Betroffenen bedeutet, wenn hilfsbedürftige Menschen nicht mehr ausreichend betreut werden können. Was passiert, wenn wir mehr denn je Orientierung und Unterstützung brauchen, aber niemand mehr da ist, der hilft? Die Mixed-Reality-Performance konfrontiert ihr Publikum mit einem Gefühl von Kontrollverlust und lädt dazu ein, den Umgang unserer Gesellschaft mit Alternden, Kranken und Sterbenden zu hinterfragen und sich auch der eigenen, künftigen Verletzlichkeit zu stellen. Das Publikum bewegt sich aktiv durch reale sowie – mittels VR-Headset und Controller – virtuelle Räume, die Performance kann nur allein erlebt werden. »Auflösung« wurde im Mai in Wien uraufgeführt und vom asphalt Festival koproduziert. Für die Vorstellungen in Düsseldorf entsteht in der Halle_12 eigens ein spezieller, räumlicher Parcours.
Die Video- und Performancekünstler*innen Victoria Halper und Kai Krösche schaffen als DARUM Performances, Installationen, Filme sowie Werke der Ton-, Video- und Medienkunst, die danach streben, den Fokus auf Ausnahmezustände und -erscheinungen in unserer Gesellschaft zu lenken. Ihre Arbeiten werden auf internationalen Theater- und Filmfestivals gezeigt und sind vielfach preisgekrönt. (Quelle: asphalt Festival gGmbH)
Hinweis: Die Nutzung der VR-Brillen erfolgt auf eigene Gefahr. Die Performance enthält Andeutungen von physischer und psychischer Gewalt und Vernachlässigung, Hilflosigkeit, Einsamkeit, Krankheit, Sterben, Suizid und Tod und arbeitet im Virtual-Reality-Teil mit Elementen von Enge, Höhe, Orientierungslosigkeit und Dunkelheit sowie allgemein beunruhigenden, verwirrenden und beklemmenden Situationen. Haftungsausschluss. Empfohlen ab 16 Jahren.