asphalt Festival 2026: Kira Hummen & Der Täubling
Doppelkonzert von Kira Hummen und Der Täubling.
Kira Hummen definiert Alternative Pop erfrischend neu. Ihr vielschichtiger Sound ist eine Mischung aus Indie und Art Pop, in dem auch Soul und Hip-Hop einen Platz finden – Musik, die sich nicht in gängige Schubladen stecken lässt. Aufgewachsen am Niederrhein, ist sie mittlerweile in Düsseldorf zu Hause und eine bekannte Größe in der Musikszene der Stadt. Sie komponiert, textet und produziert ihre Songs selbst. Mit Gitarre, Drum Machine und ihrer mal elfenhaft zarten, dann wieder kraftvollen Stimme erzeugt sie beeindruckende Klanglandschaften. Zwei Alben hat Kira Hummen bereits aufgenommen, ihre aktuelle EP »Her Legacy« (2025) widmet sich dem weiblichen Erbe. Ihre Songs erzählen von den Frauen, die vor uns kamen und den Weg geebnet haben, die Geschichten und Weisheiten, aber auch Schmerzen und Traumata vererbten. Kira Hummens enormes Talent bleibt nicht unbemerkt: 2021 wurde sie von popNRW als beste Newcomerin nominiert, 2022 trat sie beim c/o pop Festival auf. 2023 eröffnete sie das Tampere Jazz Happening in Finnland und knüpfte durch die Playground Residence 2024 neue Verbindungen zu anderen europäischen Artists. 2024 war sie Preisträgerin der Bandprofessionalisierung der Stadt Düsseldorf, 2025 wurde sie für den popNRW Preis in der Kategorie »Outstanding Artist« nominiert.
Der Täubling – mit vollem Namen Amadeus Magnus Ephraima Täubling – sprengt die Konventionen des Rap-Genres. Der selbsternannte Professor für angewandte, radikale Misanthropie spielt auf der Bühne die Rolle eines Loosers, der sich kaum auszudrücken weiß, es aber trotzdem versucht. Dabei wechselt er unablässig zwischen zwei Kunstfiguren: dem für Performance und Sprechgesang zuständigen Täubling und dem Pianisten Jean-Baptiste Réval, Spezialist für zärtlich-perverse Klavierchansons sowie Lebenspartner und Lustknabe des besagten Professors. Sein Gesicht verbirgt der Täubling immer hinter einer alptraumhaften Hasenmaske, ansonsten zeichnet ihn ein äußerst gepflegtes Erscheinungsbild aus. Zwischen maßloser Selbstüberhöhung und bodenlosem Selbsthass erweist sich der Täubling als begnadeter Geschichtenerzähler, dessen Performances einen hypnotischen Charme entwickeln. »Hinter den Provokationen steckt hoch dramatische, traumatisierte und traumatisierende Musik, die in Deutschland ihresgleichen sucht«, befindet die Kölner Stadtrevue. Oder, um es mit den Worten einer Konzertbesucherin zu sagen: »Ich war so aggressiv, dass ich ihn schlagen wollte. Es war toll!« (Quelle: asphalt Festival gGmbH)