asphalt Festival 2026: Oleksandra Matviichuk - Impulsvortrag und Gespräch
Oleksandra Matviichuk ist die weltweit bekannteste Aktivistin der ukrainischen Menschenrechtsbewegung. 2022 wurde das von ihr geleitete Center for Civil Liberties mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Die ausgebildete Juristin und Menschenrechtsanwältin setzt sich leidenschaftlich für die Verteidigung der Freiheit und der Menschenwürde in der Ukraine und im OSZE-Raum ein. Beim asphalt Festival 2026 wird Matviichuk in einem Impulsvortrag erörtern, wie Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht nur ein Land, sondern die Grundwerte demokratischer Gesellschaften auf die Probe stellt. Als Juristin und Menschenrechtsverteidigerin gibt sie Einblicke in ihre Arbeit und diskutiert, wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und internationales Recht auch in Zeiten von Krieg verteidigt werden können. Was kann Europa aus den Erfahrungen der Ukraine lernen, während demokratische Werte und Institutionen auch hier zunehmend unter Druck geraten?
Im zweiten Teil der Veranstaltung werden Oleksandra Matviichuk und die Sängerin und Menschenrechtsaktivistin Christina Daletska die kulturellen Auswirkungen der russischen Kriegshandlungen erörtern. Um das kulturelle Erbe der Ukraine zu zerstören, hat Russland in den vergangenen Wochen zahlreiche Kulturstätten in mit Raketen und Drohnen angegriffen. Die unmittelbaren Bedrohungen für Kultur, Kunst und Geschichte der Ukraine sind alarmierend.
Oleksandra Matviichuk ist Autorin zahlreicher Reports für UN-Gremien, den Europarat, die EU, die OSZE und den Internationalen Strafgerichtshof. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Dokumentation von Verstößen gegen das Völkerrecht und die Menschenrechte während bewaffneter Konflikte und gründete gemeinsam mit anderen Partner*innen die Initiative »Tribunal for Putin«. Zudem verfügt sie über eine hohe Expertise in der Einbindung von Bürger*innen in Menschenrechtsaktivitäten gegen Angriffe auf Rechte und Freiheiten. Matviichuk wurde für ihre Arbeit vielfach ausgezeichnet. Im Mai 2026 wurde sie als eines der ersten Mitglieder in den neu geschaffenen Europäischen Verdienstorden des Europäischen Parlaments aufgenommen, um ihren Einsatz für europäische Integration und zum Schutz europäischer Werte zu würdigen. 2025 wurde ihr der niederländische Auschwitz-Preis verliehen. Im Jahr 2022 erhielt sie den Friedensnobelpreis, wurde mit dem Right Livelihood Award und dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet sowie von der Financial Times als eine der 25 einflussreichsten Frauen der Welt gewürdigt. 2016 erhielt sie von der OSZE den Democracy Defender Award für ihren »herausragenden Beitrag zur Förderung von Demokratie und Menschenrechten«.
Christina Daletska, geboren und aufgewachsen in Lviv, Ukraine, ist Menschenrechtsaktivistin und seit 13 Jahren offizielle Botschafterin von Amnesty International Schweiz. Seit dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine arbeitet sie als freiwillige Helferin. Die Musikerin zählt zu den herausragenden Sopranistinnen ihrer Generation. Im Anschluss an das Gespräch ist sie im Konzert »shy and wild is love« mit dem Arditti Quartet und Harfenistin Consuelo Giulianelli als Sängerin zu erleben. (Quelle: asphalt Festival gGmbH)
Anmeldung erforderlich per Mail an [email protected].
Vortrag: Englisch mit deutschen und ukrainischen Übertiteln, Gespräch: Englisch mit deutscher Liveübersetzung.