asphalt Festival 2026: Räume halten II - Podiumsdiskussion
»Räume halten« ist ein neues Diskursformat, das auf die zunehmende Einflussnahme (rechts-)reaktionärer Positionen auf die Kunst- und Kulturlandschaft reagiert.
Im Zentrum steht die Frage, wie Räume für Kunst, kritisches Denken und einen progressiven Kulturbegriff verteidigt, behauptet und neu gedacht werden können. Sie sind zwingende Voraussetzung, um vielfältiges ästhetisches Erleben, Partizipation und Teilhabe sowie kritischen und komplexen Diskurs weiterhin zu ermöglichen.
Die zweite Ausgabe der Gesprächsreihe mit dem Titel »Class and Conflicts« nimmt die Verbindungen zwischen Klassenzugehörigkeit, Konfliktpotenzial und Dialogfähigkeit im Spannungsfeld kultureller Deutungskämpfe in den Blick. Kultur ist längst zu einem zentralen Austragungsort geworden: Rechte Akteur*innen besetzen kulturelle und klassenpolitische Begriffe zunehmend strategisch für rechte Ideologiebildung. Wie begegnen wir dieser Aneignung in der Familie, im Stadtteil, in der Szene und in der Gesellschaft? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen rechtem Kulturkampf und Klasse? Welche Rolle spielen Bildungs- und Kulturinfrastrukturen für demokratische Teilhabe, und wie verhalten wir uns als Kunst- und Kulturschaffende zu diesen Entwicklungen? Welche Dialoge sind wir bereit, mit wem zu führen?
Darüber diskutieren der Theatermacher, Performancekünstler und Visual Artist Julian Hetzel, dessen Arbeit »Three Times Left Is Right« im Rahmen von asphalt zu sehen ist, Autor*in und Dramatiker*in Sasha Marianna Salzmann, der Autor Olivier David, der zuletzt ein Manifest für den Zusammenschluss linker Kulturschaffender im »nd« veröffentlichte, sowie die Geschäftsführerin des progressiven Kulturzentrums zakk Düsseldorf, Kristin Schwierz. Moderiert wird die Veranstaltung von der Dramaturgin, Theaterpädagogin und Dozentin Leonie Ute Maria Adam, von der auch das Konzept für die Gesprächsreihe stammt. Sie ist auch Dramaturgin der Produktion »Tage aus Glas«, die während des asphalt Festivals 2026 Premiere feiert.
Die Reihe »Räume halten« bringt Kulturakteur*innen, Künstler*innen, Kulturorte und Denker*innen zusammen, um der wachsenden Einflussnahme rechter und reaktionärer Akteurinnen entgegenzutreten und Strategien zur Verteidigung kultureller Räume und Deutungshoheiten zu entwickeln. Die Diskursreihe ist als wanderndes Format angelegt und wird auf weiteren Festivals der Freien Szene in NRW fortgesetzt, um den Diskurs über Räume, Deutungshoheiten, Kunst und Kultur weiterzutragen. Die dritte Ausgabe ist während des FAVORITEN Festivals Dortmund (1.–11.10.2026) geplant. Die erste Ausgabe fand am 13.06.2026 im Rahmen des Impulse Festivals statt. (Quelle: asphalt Festival gGmbH)
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