Invisible Fires ist inspiriert von Andri Magnasons Begriff der “unsichtbaren Feuer”, der die metaphorische Unkontrollierbarkeit fossiler Energien im Pyrozän beschreibt.
Eine Vollspektrumkamera macht das dem menschlichen Auge verborgene infrarote Licht von Feuer und Sonne sichtbar und verweist auf verborgene Verbrennungsprozesse mit planetaren Folgen. Deniz Ahmet Saridas untersucht in seiner Arbeit Zwischenräume, Übergänge und das Verhältnis binär-oppositioneller Positionen wie Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. Im Zentrum steht die Frage nach der Beziehung dieser Entitäten zueinander sowie nach ihrem Ursprung, ihren Wirkungen und den kausalen Zusammenhängen, die aus diesen Relationen hervorgehen. Durch den bewussten Einsatz einander konträr gegenüberstehender Materialien wie Schwarz und Weiß, Feuer und Wasser sowie reflektierender und absorbierender Materialien werden Zwischenbereiche erfahrbar gemacht und ihre ästhetischen, epistemologischen und ethischen Qualitäten offengelegt. Sein Interesse gilt dabei häufig der Frage nach Abwesenheit, einer Ästhetik, die aus dem entsteht, was sich entzieht, uneindeutig ist oder unsichtbar bleibt. (Quelle: Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf)
Ausstellungslaufzeit: 23. Mai bis 1. Juni 2025