Das zweite Konzert der Bamberger Symphoniker in ihrem städteübergreifenden Beethoven-Sinfoniemarathon setzt auf maximalen Kontrast.
Als „griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen“ charakterisierte Robert Schumann einst die vierte Sinfonie Ludwig van Beethovens. Warum? Weil sie sich so licht und zart ausnimmt zwischen der weltbewegten Dritten und der schicksalsschweren Fünften. Tatsächlich war Beethoven verliebt und in selten optimistischer Stimmung, als er die B-Dur-Sinfonie schrieb. Dass sein Glück nicht von langer Dauer war, davon spricht möglicherweise die Fünfte, die sich in vertrauter Beethoven’scher Manier „über raue Pfade zu den Sternen“ kämpft. Doch auch wenn dem Komponisten selbst das private Glück versagt blieb: Die Vierte und die Fünfte bilden ein eindrucksvolles Paar auf der Konzertbühne.
Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša - Leitung
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60, Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (Quelle: KTK Heinersdorff)