Der US-amerikanische Komponist Julius Eastman war ein radikaler Vertreter des Post-Minimalismus.
Sein furioses Werk wäre nach einem dramatischen Absturz ins Elend und seinem frühen Tod fast ganz vergessen worden. 10 Celli um Jakob Nierenz stellen nun Eastmans monumentales Werk „The Holy Presence of Joan d’Arc“ ins Zentrum ihres Konzerts, umgeben von Werken von Kaija Saariaho, Claudio Monteverdi, Florence Price und Texten von Bertolt Brecht aus dessen „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“. Eastman thematisierte als schwarzer, schwul lebender Künstler offensiv das Thema Unterdrückung, das er selbst erlebte. Seine Joan d’Arc wird in seinem Genre sprengenden Werk zur Ikone der Selbstbefreiung. (Quelle: Düsseldorf Festival gGmbH)