Veranstaltung im Rahmen des Art:walk Festivals
Ein Live‑Hörspiel lässt Heinrich Heines Wintermärchen lebendig werden. Stimmen, Musik und Geräusche verweben Text und Klang und machen das satirische Werk sinnlich erfahrbar – literarisch, humorvoll und überraschend aktuell.
Mit „Hört, hört ‒ Heines Wintermärchen“ lädt das Heinrich-Heine-Institut im Rahmen des Art:walk Festivals zu einem besonderen Live‑Hörspielerlebnis ins Palais Wittgenstein ein. Aufgeführt wird eine akustische Inszenierung von Szenen aus Heinrich Heines berühmtem Versepos, das mit scharfer Satire, politischem Witz und poetischer Kraft bis heute nachhallt. Markus J. Bachmann und Jasmin‑Nevin Varul verleihen Heines Texten Stimme und Präsenz, während Tom Duven mit Musik und Geräuschen eine klangliche Ebene schafft, die das Gesagte atmosphärisch verdichtet. So werden die Zuhörenden zu „Ohrenzeugen“, wenn Hamburgs Schutzgöttin Hammonia ihren Lieblingsdichter auf ebenso absurde wie einprägsame Weise in den Nachttopf Kaiser Karl „des Großen“ blicken lässt. Idee und Regie stammen von Sabine Brenner‑Wilczek, die das Live‑Hörspiel bewusst an der Schnittstelle von Literatur, Theater und Klangkunst ansiedelt. Der Text wird nicht gelesen, sondern gespielt, gehört und imaginiert. Wortwitz, Ironie und musikalische Interventionen öffnen neue Zugänge zu Heines Wintermärchen und machen dessen gesellschaftliche Beobachtungen eindrucksvoll erfahrbar. Im historischen Ambiente des Palais Wittgenstein entfaltet die Aufführung eine besondere Nähe zwischen Text und Publikum. (Quelle: Art:walk Festival)