Der Geist beschwört durch einen Riss im Asphalt der Straße die vergessene Stimme Marías und erzählt ihre Geschichte. An einem Tag, als Gott betrunken war, wurde sie geboren.
„Ich bin María … María Tango, María der Vorstadt, María Nacht, María fatale Leidenschaft, María der Liebe zu Buenos Aires bin ich!“ – Glück suchend kommt sie aus der Vorstadt, glüht, berauscht sich und spielt, verkauft sich und wird sterbend zur mythischen Gestalt. Als Schatten streift María durch eine Gegenwart der surrealen Begegnungen, die das Leben rückwärts abschreitet vom Vergessen zur Geburt – bis sie durch die Poesie Erlösung findet. An einem heiligen Sonntag.
Der Begründer des Tango Nuevo, Astor Piazzolla, schuf mit dieser abgründigen Passionsgeschichte der María eine Hommage an den Tango, der in den heruntergekommenen Hafenvierteln von Buenos Aires entstanden war. Jazz, Toccata und Fuge sind weitere Ingredienzen seiner Klangerzählung zwischen Lebensfreude und Melancholie. Regisseur Johannes Erath spürt Marías Passion in beiderlei Wortsinn in seiner messerscharf poetischen Erzählsprache nach. (Quelle: Deutsche Oper am Rhein)
In spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln.