Ausstellung
Pia Fries, Jutta Haeckel, Angelika J. Trojnarski: Surface as Field
"Surface as Field“ versteht Malerei nicht als abgeschlossene Fläche, sondern als operatives Terrain – als Ort, an dem Material, Geste und Struktur in ein offenes Verhältnis treten.
Die Oberfläche fungiert dabei nicht als Grenze, sondern als Handlungsraum, in dem Verdichtung, Leerstellen und Strukturen miteinander interagieren.
In den Arbeiten von Pia Fries bilden Farbschichtungen, Überlagerungen und dynamische Eingriffe die Grundlage der Bildstruktur. Die Farbe verdichtet sich zu reliefartigen Formationen, sodass der Bildraum nicht illusionistisch, sondern physisch erfahrbar wird. Zugleich sind die weißen Leerstellen des Bildgrundes sichtbar und fungieren als aktiver Gegenraum. Die Oberfläche entfaltet Spannungen, in denen Farbe und Leere in Beziehung treten.
Jutta Haeckel destabilisiert die traditionelle Geschlossenheit der Leinwand, indem sie in die Struktur des Bildträgers eingreift. Herausgelöste Fäden, Perforationen und Bearbeitungen der Leinwand von Vorder- und Rückseite lassen die Farbe hindurchtreten, verschieben oder versickern. Durch diese Eingriffe entsteht ein permeables Gefüge, in dem die Struktur selbst zum Träger von Bildlichkeit wird. Die Oberfläche wird hier zum aktiven Träger der Bildwirkung, nicht zum Hintergrund.
Angelika J. Trojnarski entwickelt ihre Arbeiten aus der Auseinandersetzung mit physikalischen Kräften und ökologischen Zusammenhängen. Diese Fragestellungen übersetzt sie in Malerei, wobei sie mit Materialien wie Farbe, Blei, Ruß und Papierfragmenten arbeitet. Die einzelnen Elemente bleiben erkennbar, sind jedoch aufeinander bezogen. Durch Schichtung und Überlagerung entsteht eine Bildoberfläche, die Prozesse wie Verdichtung, Verschiebung und Transformation sichtbar macht. Die Leinwand wird so zu einem Ort, an dem Naturphänomene nicht dargestellt, sondern erfahrbar werden.
Die Ausstellung zeigt drei aktuelle künstlerische Positionen, die Malerei nicht als Abbild, sondern als Prozess verstehen. Die Bildoberfläche erscheint nicht als passiver Träger, sondern als Ort, an dem Materialität, Struktur und Wahrnehmung ineinandergreifen. Abstraktion und Gegenständlichkeit sind hier keine Gegensätze, sondern unterschiedliche Ausprägungen eines prozessual verstandenen Bildbegriffs.
Pia Fries wurde 1955 in Beromünster in der Schweiz geboren und lebt und arbeitet in Düsseldorf. Sie studierte von 1980 bis 1986 Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Gerhard Richter. Von 2009 bis 2014 war sie Professorin an der Universität der Künste Berlin, anschließend bis 2023 Professorin für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München.
Jutta Haeckel wurde 1972 in Hannover geboren und lebt und arbeitet in Düsseldorf. Sie studierte von 1995 bis 2002 an der Hochschule für Künste Bremen, unter anderem bei Karin Kneffel und Katharina Grosse, und setzte ihr Studium von 2000 bis 2001 am Goldsmiths College in London fort. Sie lehrt im Rahmen des MFA-Programms Painting an der Alfred University in New York.
Angelika J. Trojnarski wurde 1979 in Mrągowo in Polen geboren und lebt und arbeitet in Düsseldorf. Sie studierte von 2006 bis 2013 an der Kunstakademie Düsseldorf unter anderem bei Andreas Gursky, Herbert Brandl und Jörg Immendorff. Seit 2025 unterrichtet sie an der HSD – Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf. (Quelle: boa - based on art)
In den Arbeiten von Pia Fries bilden Farbschichtungen, Überlagerungen und dynamische Eingriffe die Grundlage der Bildstruktur. Die Farbe verdichtet sich zu reliefartigen Formationen, sodass der Bildraum nicht illusionistisch, sondern physisch erfahrbar wird. Zugleich sind die weißen Leerstellen des Bildgrundes sichtbar und fungieren als aktiver Gegenraum. Die Oberfläche entfaltet Spannungen, in denen Farbe und Leere in Beziehung treten.
Jutta Haeckel destabilisiert die traditionelle Geschlossenheit der Leinwand, indem sie in die Struktur des Bildträgers eingreift. Herausgelöste Fäden, Perforationen und Bearbeitungen der Leinwand von Vorder- und Rückseite lassen die Farbe hindurchtreten, verschieben oder versickern. Durch diese Eingriffe entsteht ein permeables Gefüge, in dem die Struktur selbst zum Träger von Bildlichkeit wird. Die Oberfläche wird hier zum aktiven Träger der Bildwirkung, nicht zum Hintergrund.
Angelika J. Trojnarski entwickelt ihre Arbeiten aus der Auseinandersetzung mit physikalischen Kräften und ökologischen Zusammenhängen. Diese Fragestellungen übersetzt sie in Malerei, wobei sie mit Materialien wie Farbe, Blei, Ruß und Papierfragmenten arbeitet. Die einzelnen Elemente bleiben erkennbar, sind jedoch aufeinander bezogen. Durch Schichtung und Überlagerung entsteht eine Bildoberfläche, die Prozesse wie Verdichtung, Verschiebung und Transformation sichtbar macht. Die Leinwand wird so zu einem Ort, an dem Naturphänomene nicht dargestellt, sondern erfahrbar werden.
Die Ausstellung zeigt drei aktuelle künstlerische Positionen, die Malerei nicht als Abbild, sondern als Prozess verstehen. Die Bildoberfläche erscheint nicht als passiver Träger, sondern als Ort, an dem Materialität, Struktur und Wahrnehmung ineinandergreifen. Abstraktion und Gegenständlichkeit sind hier keine Gegensätze, sondern unterschiedliche Ausprägungen eines prozessual verstandenen Bildbegriffs.
Pia Fries wurde 1955 in Beromünster in der Schweiz geboren und lebt und arbeitet in Düsseldorf. Sie studierte von 1980 bis 1986 Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Gerhard Richter. Von 2009 bis 2014 war sie Professorin an der Universität der Künste Berlin, anschließend bis 2023 Professorin für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München.
Jutta Haeckel wurde 1972 in Hannover geboren und lebt und arbeitet in Düsseldorf. Sie studierte von 1995 bis 2002 an der Hochschule für Künste Bremen, unter anderem bei Karin Kneffel und Katharina Grosse, und setzte ihr Studium von 2000 bis 2001 am Goldsmiths College in London fort. Sie lehrt im Rahmen des MFA-Programms Painting an der Alfred University in New York.
Angelika J. Trojnarski wurde 1979 in Mrągowo in Polen geboren und lebt und arbeitet in Düsseldorf. Sie studierte von 2006 bis 2013 an der Kunstakademie Düsseldorf unter anderem bei Andreas Gursky, Herbert Brandl und Jörg Immendorff. Seit 2025 unterrichtet sie an der HSD – Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf. (Quelle: boa - based on art)