reMember. Claudia van Koolwijk / Stefan Demary und Adolph Schroedter
Was passiert mit Werken nach dem Ableben der Künstler:innen? Wie geht man mit deren Nachlässen um? Mit der Ausstellung „reMember“ stellt der Künstlerverein Malkasten Fragen zum Nachwirken künstlerischer Werke.
Dabei werden drei Künstlerpersönlichkeiten in den Fokus gerückt, deren Œuvres auf unterschiedliche Art und Weise bewahrt werden: Claudia van Koolwijk und Stefan Demary sowie aus dem Malkasten-Archiv Adolph Schroedter.
Claudia van Koolwijk und Stefan Demary verfolgten zwar unterschiedliche künstlerische Ansätze, dennoch verbindet sie viel. Van Koolwijk und Demary gehörten einer Generation an und prägten ab den 1980er Jahren mit ihren Arbeiten die Düsseldorfer Kunstszene: die Fotokünstlerin Claudia van Koolwijk mit ihren ungewöhnlich inszenierten Porträts, der Konzeptkünstler Stefan Demary mit seiner subtilen Manipulation von Alltagsgegenständen und -situationen. Beide studierten u.a. bei Fritz Schwegler an der Kunstakademie Düsseldorf und waren Mitglied im Künstlerverein Malkasten. Leider eint sie ebenso ihr viel zu früher Tod. Claudia van Koolwijk, geboren 1961, verstarb im Juli 2023. Stefan Demary, geboren 1958, starb im Juni 2010.
Die Werke von Claudia van Koolwijk stammen aus dem Nachlass ihrer Familie.Die Werke von Stefan Demary sind Leihgaben des Künstler:innenarchivs der Stiftung Kunstfonds.
Zu seinem Gedenken lädt der Künstlerverein Malkasten an diesem Tag in den Malkasten ein. Klaus Rinke ist im Januar 2026 verstorben. In der Kunst und in der Gesellschaft lebt er weiter und bleibt eine prägende Figur.
Harald Klingelhöller und Dr. Hans-Werner Schmidt werden an den Ausnahmekünstler erinnern. Den Abschluss des Gedenkens bildet der Film „Klaus Rinke – zurzeit“ von Dr. Marlene Baum und Michael Baudenbacher.
Die offene Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Theatersaal. Im Anschluss daran findet sich die Gelegenheit zum Austausch und gemeinsamen Erinnern. Der „Rinke-Raum“ im Erdgeschoss des Hentrichhauses wird am 29.4. geöffnet sein.
Klaus Rinke wurde 1939 in Wattenscheid geboren. In den 1960er- und 1970er-Jahren avancierte er zu einer prägenden Figur der Kunstszene, die er mit Performances, Fotografien und großformatigen Skulpturen nachhaltig bereicherte. Von 1974 bis 2004 hatte er eine Professur für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf inne und war ein wegweisender Lehrer für zahlreiche junge Künstlerinnen und Künstler. Von 1993 bis 1998 war er 1. Vorsitzender des Künstlerverein Malkasten, dem er in einer Zeit des Umbruchs eine neue Perspektive gab. Klaus Rinke lebte in Los Angeles und im Mühlviertel in Österreich. (Quelle: Künstlerverein Malkasten)
Ausstellungslaufzeit: 10. Mai bis 8. September 2026.