Retrospektive
Veranstaltung im Rahmen des Art:walk Festivals
Take a Bow zeigt eine Retrospektive ausgewählter künstlerischer Interventionen auf der 130 Meter langen LED-Wand am KÖ-Bogen II.
Die Rückschau ist vom 10. bis 30. Juni zu sehen und versammelt Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler, die für den öffentlichen Raum adaptiert wurden.
Die Retrospektive gibt einen Einblick in die Vielfalt des bisherigen Programms. Tim Berresheim eröffnet mit seinen computergenerierten Bildwelten einen Raum zwischen Kunstgeschichte, Technologie und Natur. Seine digitale Animation zeigt die faszinierenden Möglichkeiten einer künstlerischen Bildproduktion mit neuen digitalen Werkzeugen.
Harun Farocki untersucht in Deep Play das Fußballspiel als mediales Ereignis. Aus zwölf Kameraperspektiven wird die Weltmeisterschaft 2006 nicht nur dokumentiert, sondern als gelenkter Blick und visuelle Analyse erfahrbar.
Yoko Ono bringt mit ihrer Text-Animation THINK PEACE, ACT PEACE, SPREAD PEACE, IMAGINE PEACE – PEACE is POWER eine klare Friedensbotschaft in den öffentlichen Raum. Ihre Arbeit verbindet poetische Direktheit, Aktivismus und die Aufforderung zum Denken und Handeln.
Katharina Sieverding richtet den Blick auf kosmische Dimensionen. In Die Sonne um Mitternacht schauen SDO/NASA (Red) verarbeitet sie NASA-Aufnahmen der Sonne zu einer monumentalen filmischen Reflexion über Wahrnehmung, Wissenschaft, Identität und Endlichkeit.
Das Düsseldorfer Künstlerduo Hedda Roman begleitet in How did you happen? seine virtuelle Figur „Oldboy“ auf eine Reise zwischen realer und imaginierter Welt. Die Arbeit verknüpft Fragen nach Identität, Technologie, Herkunft und dem Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt.
Jon Rafman zeigt in Oh, the humanity! eine dicht gedrängte Menge badender Menschen, die in der Bewegung der Wellen miteinander verschmelzen und sich wieder voneinander lösen. Das Video wird zu einem meditativen Bild über Gemeinschaft, Vereinzelung und Zugehörigkeit.
So zeigt die Retrospektive, wie Take a Bow die LED-Wand am KÖ-Bogen II als künstlerischen Resonanzraum nutzt. Zum Auftakt des Art:walk Festival Düsseldorf wird der öffentliche Raum zur Bühne, Projektionsfläche und zu einem lebendigen Ort der Begegnung. (Quelle: Art:walk Festival)