In "Bird" geht es Saskia Tamara Kaiser um die Melancholie, Kontrolle und Durchdringung von Intimität durch digitale Bildregime.
In einem nahezu abstrakten, schneeweißen Raum summt eine Frau, während sie zwischen körperlicher Präsenz und dem endlosen Scrollen durch Social-Media-Reels oszilliert. Das Auftreten eines Mannes, der ihr einen metallischen Kopfkäfig anlegt und ein Smartphone an die Stelle ihres Mundes setzt, markiert einen Moment der externalisierten Kontrolle. Die Sichtbarkeit der filmenden Person destabilisiert zusätzlich die Grenzen zwischen Subjekt, Objekt und Beobachtung. Dadurch möchte Kaiser die weibliche Sichtbarkeit, Selbstüberwachung und die geschlechtsspezifische Asymmetrie der Blickmacht offenlegen.
Performer*innen: Uwe Michael Biedermann und Lara Nevada. (Quelle: Künstlerverein Malkasten)
Ausstellungslaufzeit: 3. März bis 7. April 2026.