In "Wait To Be Seated" begegnen sich zwei feministische Kollektive aus Bangalore und Berlin, um die Gesetze der Gastfreundschaft zu untersuchen.
Das diplomatische Protokoll zur Regelung von Staatsbesuchen, seine Einhaltung oder Übertretung, dient als Vorlage. Im Verlauf des Austausches werden die Rollen von Gastgeberin und Gästin immer wieder neu verteilt. Gastfreundschaft wird damit zur Herausforderung, zur Verheißung, zur Bürde. „Atithi Devobhava“, „Der Gast gleicht einem Gott“, ist in Indien ein geflügeltes Wort. Im Deutschen gibt es keine vergleichbare Redensart. Welche Folgen hat das für eine deutsch-indische Begegnung?
Wait To Be Seated entwirft in einem entrückten Nirgendwo einen Parcours der Gastlichkeit mit Esstisch, rotem Teppich und Tanzfläche. Beide Gruppen nähern sich einander von entgegengesetzten Seiten, treffen sich in der Mitte und öffnen einen neuen Horizont.
Die Premiere fand im Dezember 2025 in Bangalore statt. Daran schließt sich nun eine Tour in Deutschland und Europa an. (Quelle: FFT)