"War doch alles schön" - Kriegskinder und die transgenerationelle Weitergabe ihrer Erfahrungen
Erst während der Arbeit bemerken beide, wie sehr diese Ereignisse noch ihre jetzigen Leben bestimmen und arbeiten ihre Auseinandersetzung damit in das entstehende Buch ein. So handelt „War doch alles schön“ von beidem: von einer Kindheit im Krieg und von den Spuren und der Aufarbeitung dieser belastenden, teilweise traumatischen Erfahrungen in den nachfolgenden Generationen.
Nach der Präsentation der Graphic Novel ergänzt die Professorin für Interdisziplinäre Alternswissenschaft und Psychologin Insa Fooken in ihrem Input Erkenntnisse zu transgenerationeller Weitergabe von belastenden Kriegserfahrungen und Traumata. Thematisiert wird auch der Umgang mit lebensgeschichtlich frühen traumatischen Erfahrungen in der (Kultur-)Arbeit mit Älteren. Im Anschluss ist Gelegenheit für das gemeinsame Gespräch.
Kilian Kuhlendahl erzählt in jedem Medium, das zu der jeweiligen Geschichte passt: Dokumentarfilm, Hörbuch, Drehbuch, Graphic Novel. Vor „War doch alles schön“ hat er den Kinodokumentarfilm „Vergiss Meyn nicht“ über Aktivismus fertiggestellt, der 2023 bei der Berlinale und 2024 unter anderem für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert war. Die Kurzgeschichtensammlung „Großstadtgeister“ erschien als Podcast bei klappkatapult.de
Susanne Kuhlendahl ist Illustratorin, vor allem von Graphic Novels. Die Biografie „Virginia Woolf“ und „Der Tod in Venedig“ nach Thomas Mann sind im Knesebeck Verlag erschienen, andere, wie „Novecento“ nach Alessandro Baricco, „Das Brot“ nach Wolfgang Borchert, „Die Geigerin“ und „Der Buhmann“ sind im Selbstverlag veröffentlicht. Im September erschien ihre Graphic Novel „Orlando“ nach Virginia Woolf im Helvetiq Verlag, Basel. In Zusammenarbeit mit kubia nrw (Quelle: Literaturbüro NRW)