In diesem Vortrag geht es um die sprachkritische Aktion ‚Unwort des Jahres‘ und die Frage, was demokratische Diskurse schädigt. Dr. Kristin Kuck ist Sprachwissenschaftlerin und Mitglied der Jury "Unwort des Jahres".
Wörter und Sprachen generell entstehen im Gebrauch und in einer aktiven Diskursgemeinschaft. Das gilt ganz besonders für politische Sprache.
Der Streit um Wörter ist der demokratische Normalfall: emotionale und moralische Debatten über die richtigen Bezeichnungen, Ausdeutungen von Wortbedeutungen, Kritik an der Sprache der Gegner.
Aufhorchen sollten wir aber, wenn politische Positionen pauschal diskreditiert werden oder ganze Gruppen aus dem Diskurs ausgeschlossen sind. In diesem Vortrag geht es um die sprachkritische Aktion ‚Unwort des Jahres‘ und die Frage, was demokratische Diskurse schädigt.
Referentin: Dr. Kristin Kuck, Sprachwissenschaftlerin an der Uni Magdeburg und Mitglied in der Jury “Unwort des Jahres” (Quelle: Attac Düsseldorf)