Die alles verändernde Frage hört Wolfgang Welt über das Telefon: „Wollen Sie nicht auch für uns schreiben?“
Gemeint ist der Suhrkamp Verlag, ein Sehnsuchtsort des jungen Musikjournalisten. Radikal subjektiv und authentisch soll der Roman sein, doch im Sommer 1981 fehlen Ruhe, Geld und der erste Satz. Vor allem leidet Welts Psyche unter der stetig zunehmenden Lebensgeschwindigkeit – depressive und manische Zustände wechseln sich ab. Anlässlich des 10. Todestags liest Jasmin-Nevin Varul aus größtenteils unveröffentlichten Welt-Briefen, die live kommentiert werden. Die Nachlassdokumente veranschaulichen die wohl intensivsten Jahre aus dem Leben des „größten Erzählers des Ruhrgebiets“.
Lesung: Jasmin-Nevin Varul
Kommentierung: Martin Willems, B.A. (Quelle: Heinrich-Heine-Institut)