Vom Glauben zum Wissen
Framework
„Future of Tourism Düsseldorf“ basiert auf einem umfassenden Analyse‑ und Strategieprozess, der unterschiedliche Perspektiven systematisch zusammenführt. Ziel war es, belastbare Potenziale zu identifizieren und die besondere Atmosphäre Düsseldorfs gezielt mit den Bedürfnissen relevanter Zielgruppen zu verknüpfen.Das Ergebnis ist erstmals eine klar formulierte Business Ambition mit messbaren Zielsetzungen. Sie dient als strategischer Orientierungsrahmen, um den Tourismus gezielt zur Stärkung der Stadtmarke und zur nachhaltigen Weiterentwicklung der touristischen Wertschöpfung einzusetzen.
Analysen
Der erstmals 2025 für Düsseldorf erhobene DWIF-Wirtschaftsfaktor Tourismus zeigt eindrucksvoll die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Stadt. Mit rund 44,5 Millionen Tagesgästen (87,7 %) und 6,3 Millionen Übernachtungstagen (12,3 %) wird deutlich: Die Menschen kommen vor allem für Events und konkrete Anlässe nach Düsseldorf.
Besonders relevant für die Wertschöpfung sind dabei die Übernachtungsgäste: Sie geben im Durchschnitt rund 200 Euro pro Tag aus – und damit etwa fünfmal so viel wie Tagesgäste mit rund 40 Euro. Obwohl sie zahlenmäßig deutlich in der Minderheit sind, tragen Übernachtungsgäste mit rund 42 % zur gesamten touristischen Wertschöpfung Düsseldorfs bei.
Im Jahr 2025 verzeichnete Düsseldorf rund 3,45 Millionen Ankünfte und etwa 5,67 Millionen Übernachtungen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 1,6 Übernachtungen pro Gast und unterstreicht die Rolle Düsseldorfs als anlass‑ und eventgetriebene Destination mit vergleichsweise kurzen Aufenthalten.
Aktuelle Studien wie der „Mastercard Spending Pulse“ belegen eindeutig die Bereitschaft der Reisenden, Geld für Erlebnisse wie Live-Musikveranstaltungen, Filmfestspiele, Kunstausstellungen, kulturelle Veranstaltungen oder Sport-Events auszugeben. Hier ist zum Beispiel das sogenannte Gig-Tripping ein global wachsender Reisetrend, bei dem eine Städtereise durch den Auftritt der jeweiligen Lieblingskünstler*innen ausgelöst wird. Kurz gesagt: Früher kamen die Bands zu den Fans, heute ist es umgekehrt.
Marktforschung
Die Tourismusstrategie „Future of Tourism Düsseldorf“ basiert auf einer breiten und systematischen Marktforschungsgrundlage. Zentraler Baustein ist eine breit angelegte Bürger*innen-Beteiligung mit über 2.200 Teilnehmenden sowie eine bedürfnisorientierte Zielgruppensegmentierung des deutschen Städtereisemarktes. Die Bürger*innen‑Befragung liefert wichtige Erkenntnisse zur Tourismusakzeptanz, zur Wahrnehmung des touristischen Images und zur Rolle der Düsseldorfer*innen als Gastgeber*innen. Ergänzend ermöglicht die Zielgruppensegmentierung einen Perspektivwechsel: weg von klassischen soziodemografischen Zielgruppen hin zu Reisemotiven und Bedürfnissen. Damit entsteht die Grundlage für eine passgenaue, datenbasierte Ausrichtung von Angeboten, Kommunikation und touristischer Entwicklung – gemeinsam mit den Partner*innen der Destination.
Networking
Tourismus ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Deshalb bringen wir Akteur*innen aus Tourismus, Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft gezielt zusammen - unter anderem im Rahmen von Fachformaten wie dem Düsseldorf Travel Industry Forum (TIF), dem Health Marketing Forum oder dem MICE Forum.
Gleichzeitig sind wir selbst regelmäßig in relevanten Netzwerken auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene aktiv und engagieren uns unter anderem im Digital Tourism Think Tank und bei City DNA. Dort, wo Trends diskutiert, Best Practices geteilt und neue Kooperationen angestoßen werden, bringen wir Perspektiven aus Düsseldorf ein und nehmen Impulse mit zurück in die Destination.
So entstehen belastbare Partnerschaften, neue Denkansätze und konkrete Anknüpfungspunkte, die wir gemeinsam in strategische Projekte und Mehrwerte für den Tourismus in Düsseldorf übersetzen.
Tourism Eco System Düsseldorf - Stakeholder-Mapping
Das Stakeholder-Mapping „Tourism Eco System Düsseldorf“ macht die Vielfalt und Vernetzung aller tourismusrelevanten Akteur*innen sichtbar – von Stadtgesellschaft, Wirtschaft und Politik bis hin zu Mobilität, Kultur, Events und internationalen Netzwerken. Es bildet die Grundlage für eine strukturierte Zusammenarbeit, um Interessen, Rollen und Beiträge im Tourismus strategisch aufeinander abzustimmen.
Reisende/Besucher*innen
- Tagestourist*innen
- Übernachtungsgäste
- Leisure
- Business
Bürger*innen und Community
- Einwohner*innen Düsseldorfs
- Stadtteilinitiativen
- Vereine
Tourismuswirtschaft und
Leistungsträger
- Hotellerie und Beherbergungsbetriebe
- Gastronomie und Bar-/Restaurantszene
- Einzelhandel
- Attraktionen/Points of Interest
- Reiseveranstalter, OTAs,
Incoming-Agenturen - Tourguides und Gästeführer*innen
Öffentliche Hand und Politik
- Landeshauptstadt Düsseldorf
- Bezirksvertretungen
- Ratsfraktionen / politische Entscheidungsträger*innen
- Ministerien des Landes NRW
Wirtschaft und Verbände
- Wirtschaftsunternehmen
- Branchenverbände/-vereine
- Interessengemeinschaften
Kooperationspartner und internationale Netzwerke
- Städtische Beteiligungsgesellschaften
- Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT)
- Tourismus NRW
- Städtepartnerschaften und -verbände
- Fluggesellschaften
Messen, Events, Kunst und Kultur
- Messe Düsseldorf
- D.LIVE
- Düsseldorf Congress (CCD)
- Event- und Tagungslocations
- Veranstalter von Großevents
- Kunst- und Kulturszene
Mobilität und Infrastruktur
- Düsseldorf Airport (DUS)
- Verkehrsbetriebe
- Rhein-Schifffahrt
- Flusskreuzfahrtanbieter
- Straßen- und Verkehrsmanagement
- Busreiseveranstalter
Medien und Öffentlichkeit
- Lokale Presse
- Fachpresse
- Influencer und Digital Creators
- Tourismusforschende/Hochschulen
Interne Stakeholder / Aufsichtsorgane
der Visit Düsseldorf
- Düsseldorf Marketing
- Aufsichtsrat
- Geschäftsführung
- Mitarbeitende
- Betriebsrat
- Abteilungen und Projektteams
- Beteiligungsmanagement
Daten-Tracking
Regelmäßige und eventspezifische Analysen – beispielsweise zum Weihnachtsmarkt 2024/25 und zum Rosenmontagszug 2025 – unter anderem von Mobilfunk- und Veranstaltungsdaten, Ankunftszahlen und Übernachtungsstatistiken, Website- und Chat-Statistiken sowie Wetterdaten, erweiterten unser Wissen über das Verhalten unserer Gäste.
Externe Studien
Zur Einordnung von Marktentwicklungen und Wettbewerbspositionen greifen wir gezielt auf externe Studien zurück, darunter die 42. Deutsche Tourismusanalyse 2026, der Brandmeyer Stadtmarken‑Monitor 2025, die ADAC‑Tourismusstudie 2025, sowie die ETI‑Städtereisenstudie 2024. Diese Analysen ergänzen unsere eigenen Erhebungen und liefern belastbare Vergleichswerte zu Reisemotiven, Stadtwahrnehmung, Ausgabeverhalten und touristischen Trends.
Die Strategie ‚Je öfter, desto besser‘ hat sich als wirksame Bewältigung gegen die Verdichtung und Beschleunigung des Alltags durchgesetzt. Man gönnt sich diese Auszeiten bewusst als Gegenpol zu beruflichen Belastungen und globalen Unsicherheiten.
Doch für Urlauber attraktiv bleibt es nur mit einer leistungsfähigen Infrastruktur auf allen Verkehrsträgern und einer wettbewerbsfähigen Tourismusbranche.
Die Gen Z fordert Authentizität und Engagement