Veranstaltung im Rahmen des Art:walk Festivals
Ferment erschaffen im Weltkunstzimmer dichte elektro‑akustische Klangräume. Geräusche, Stimme und experimentelle Rhythmen verbinden sich zu hypnotischen Strukturen voller Spannung und Bewegung.
Ferment, das Trio aus Frauke Berg, Julia Bünnagel und Anja Lautermann, bewegt sich mit seinen Performances konsequent an den Rändern musikalischer Kategorien. Beim Art:walk Festival bringen sie ihre Perspektiven ins Weltkunstzimmer und entfalten dort vielschichtige Klangtexturen. Ausgangspunkt sind sowohl strukturelle Ansätze der „Neuen Musik“ als auch offene, improvisatorische Prozesse. Mikrofonierte Objekte, analoge und digitale Instrumente, elektronische Klänge, gesampelte Fragmente, präparierte Schallplatten und die menschliche Stimme greifen ineinander und erzeugen eine eigene innere Mechanik. Exzentrische Rhythmen und fragile Melodien verdichten sich zu wiederholenden, hypnotischen Klangbewegungen. Dabei treffen expansiver Lärm und fein ziselierte Minimalismen aufeinander, wachsen zu rauen, rumpelnden Beats an oder ziehen sich in fragile Atmosphären zurück. Ferment verstehen ihre Musik als performative Forschung: Fragen nach Zusammengehörigkeit und Abgrenzung, Stabilität und Veränderbarkeit, Dominanz und Durchlässigkeit werden mit klangkünstlerischen Mitteln verhandelt. Jeder Auftritt ist ein Vorstoß in neue akustische Räume und eröffnet unterschiedliche Zugänge – unabhängig von musikalischer Vorbildung. So entsteht ein eigenwilliger, spannungsvoller Hybrid aus Performance, zeitgenössischer E‑Musik, Klangexperiment und kollektiver Erfahrung. (Quelle: Art:walk Festival)