Die Einzelausstellung der Künstlerin Maximiliane Baumgartner (geboren 1986) umfasst mehrere Kapitel.
Das dritte Kapitel richtet den Blick auf den Düsseldorfer Nordpark, der 1937 im Zuge der NS-Propaganda-Ausstellung „Große Reichsausstellung Schaffendes Volk“ entstanden ist. Dem Bau ging die gewaltvolle Räumung des Heinefelds voraus, infolgedessen zahlreiche Bewohner:innen, insbesondere Rom:nja und Sinti:zze, deportiert und ermordet wurden. Zum Gesamtareal zählen neben dem Nordpark unter anderem der Bereich des bereits 1931 errichteten „Schlageter-Nationaldenkmals“, die ehemalige NS-Mustersiedlung „Schlagetersiedlung” (heute bekannt als Golzheimer Siedlung oder auch „Weiße Siedlung“) sowie das angrenzende „39er-Denkmal“. Der Nordpark, dessen Strukturen in großen Teilen erhalten sind, steht seit 1986 unter Denkmalschutz. Bis heute wird seine Geschichte vor Ort jedoch kaum kritisch kommentiert oder weiterführend kontextualisiert. Baumgartners anlässlich der Ausstellung entstandenen Arbeiten nehmen insbesondere die städtischen Versuche der „Demokratisierung“ des Nordparks nach 1945 in den Blick und stellen Fragen nach dem damaligen wie heutigen Umgang mit diesem öffentlichen Ort und seiner Geschichte. (Quelle: Kunstverein für die Rheinland und Westfalen)
Künstlerische Kommentierung im öffentlichen Raum
Ausstellungslaufzeit: 20. Juni bis 23. August 2026