Sommerträume: „Chopin ist ein Dichter des Klaviers“, schwärmt Bruce Liu, „es gibt endlose Möglichkeiten, seine Musik zu spielen.“ Und dass der Kanadier diese Möglichkeiten auszuschöpfen weiß, steht spätestens seit seinem Sieg beim Chopin-Wettbewerb des Jahres 2021 fest – dem Startschuss für eine steile internationale Karriere.
Kein Wunder also, dass Frédéric Chopin auch im Mittelpunkt von Bruce Lius sommerlichem Heinersdorff-Konzert vertreten ist: Seine beiden Nocturnes op. 27 verbreiten ebenso wie Beethovens Mondscheinsonate eine nächtlich-verträumte Stimmung, die sich auch in Debussys Rêverie und Federico Mompous Bearbeitungen des Kinderlieds Au clair de la lune
fortspinnt. Beethovens imposante Waldstein-Sonate bildet den Mittelpunkt der zweiten Konzerthälfte, die mit Franz Liszts Rhapsodie espagnole
virtuos und mit sommerlich-spanischem Flair zum Abschluss kommt.
György Ligeti: IV. Fanfares aus: Études pour piano, premier livre, Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 14 cis-Moll op. 27 Nr. 2 „Mondscheinsonate“, Frédéric Chopin: Zwei Nocturnes op. 27, Maurice Ravel: IV. Alborada del gracioso aus: Miroirs M 43, Claude Debussy: Rêverie, Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 21 C-Dur op. 21 „Waldstein-Sonate“, Federico Mompou: Glossa sobre „Au clair de la lune“, Fantasia sobre „Au clair de la lune“, Franz Liszt: Rhapsodie espagnole S 254. (Quelle: KTK Heinersdorff)